Einkommenssituation
Lohnschere ist im Bezirk Reutte weit geöffnet

SPÖ-Frauenchefin NRin Mag.a Selma Yildirim
  • SPÖ-Frauenchefin NRin Mag.a Selma Yildirim
  • Foto: Hofer
  • hochgeladen von Günther Reichel

AUSSERFERN (rei). Die Einkommenssituation der Außerferner Frauen wurde von Tirols SPÖ-Frauenchefin NRin Mag.a Selma Yildirim genauer analysiert, speziell mit dem Blick auf Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen. Das Ergebnis ist nicht befriedigend: Die „Lohnschere“ ist im Bezirk Reutte im Tirolvergleich am weitesten geöffnet.

Basisdaten aus dem Jahr 2018

Selma Yildirim stützt sich dabei auf den aktuellsten Einkommensbericht der im Moment vorliegt, auf Zahlenmaterial der Arbeiterkammer aus dem Jahr 2018. Laut diesem Bericht liegt Tirol bei den Gehältern im Österreichvergleich allgemein hinten. Frauen schneiden nochmals schlechter ab, als Männer.

Differenziertes Bild

Interessant ist dabei der Blick auf die Details, denn je nach Branche und Geschlecht bietet sich ein sehr differenziertes Bild: Etwa ein Drittel der Männer in Reutte ist im Produktionssektor tätig. Sie verdienen hier etwas mehr als der österreichische Durchschnitt. Auf der anderen Seite finden sich drei von zehn Frauen, die in Tourismus und Gastronomie tätig sind. Deren Einkommen liegt unter dem Österreich-Schnitt.
Laut Einkommensbericht sind die Außerferner Männer großteils in der Sachgüterproduktion beschäftigt und verdienen hier mehr als der Österreichische Durchschnitt: brutto fast 45.000,- Euro im Jahr. Das durchschnittliche Einkommen der Frauen kann da nicht mithalten, es liegt bei etwas mehr als 33.000,- Euro. „Der Einkommensunterschied im Bezirk Reutte ist der größte zwischen den Geschlechtern in ganz Tirol“, stellt die SPÖ-Frauenvorsitzende ernüchternd fest.

Verbesserungen gefordert

Yildirim kommt zum Schluss, dass es Verbesserungen braucht, etwa durch den Ausbau der Kinderbetreuung: „Oft sind es die Frauen, die zugunsten der Kinderbetreuung im Beruf zurückstecken. Daraus resultieren Teilzeitarbeit oder gar längere Pausen. Deshalb fordern wir Rechtsanspruch auf kostenlose Kinderbetreuungsplätze, ganzjährig und  ganztägig.“ Interessant ist diesbezüglich ein Blick auf die Kinderbetreuungsstatistik für den Bezirk Reutte, der das im Vergleich zu anderen Regionen schlechtere Angebot veranschaulicht (siehe zur Sache).

Zur Sache

Kinderbetreuungsstatistik Reutte

  • Eine Kinderkrippe hat nur jede 5. Reuttener Gemeinde, damit bildet der Bezirk zusammen mit Lienz das Schlusslicht in Tirol – durchschnittlich haben im Bundesland deutlich mehr als die Hälfte der Gemeinden Kinderkrippen. 34,4% haben über die Sommerferien geöffnet.
  • Bei Kinderkrippen und Horten ist der Pendleranteil hoch, da sie eher in zentralen Gebieten eingerichtet sind.
  • 55,9% der Kindergärten im Bezirk haben 25 bis 35 Stunden pro Woche geöffnet (Tirol-Vergleich: 32,78%), 23,5% der Kindergärten haben bis zu 45 Stunden (Tirol: 27,3%), bis zu 55 Stunden haben 17,6 geöffnet (Tirol: 32,4%).
  • In der Ferienzeit haben Kindergärten in Reutte durchschnittlich 49 Schließtage (Tirol-Vergleich: 37,8)
  • Aufholbedarf hat Reutte bei den 45-55 Stunden pro Woche geöffneten (22,2%) Kinderkrippen (Tirol: 36,5%)

Lesen Sie weitere Nachrichten aus dem Bezirk Reutte unter
www.meinbezirk.at/reutte

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