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Arbeitskräftemangel wird zunehmend zum Problem - Beitrag mit VIDEO

Präs. Christoph Walser, Dir. Evelyn Geiger-Anker, Obm. Christian Strigl und WK-Leiter Wolfgang Winkler stießen auf 2019 an.
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Der Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer bietet den Vertretern von Kammer und Politik jährlich die Möglichkeit, die Mitglieder zu informieren.

REUTTE (rei).  In einem Pressegespräch vor dem diesjährigen Neujahrsempfang in Reutte bezog heuer erstmals der neue Kammerpräsident, Christoph Walser, zu bezirks- und landesrelevanten Themen Stellung. Seine Aussagen wurden von WK-Bezirksobmann Christian Strigl um Anmerkungen aus Bezirkssicht ergänzt.

Arbeitskräftemangel ist groß

Für Christoph Walser gibt es derzeit "zu wenig Leut´   die arbeiten!" Er bezog sich damit auf den Fachkräftemangel, der die gesamte Wirtschaft im Land beschäftigt. Es würden aber nicht nur Fachkräfte fehlen, allgemein ist der Arbeitsmarkt leergefegt -  Arbeitskräfte sind Mangelware.

Optimistischer Blick auf 2019

Für heuer rechnet Walser mit einem Wirtschaftsplus von zwei Prozent in Tirol: "Ich denke, wir haben ein gutes Jahr vor uns", verstreute er Optimismus.
Im Bezirk Reutte hält auch Walser das Verkehrsthema als das vordringlichste. Eine Bemautung am Fernpass, wie sie im Raum steht, kann für ihn nur kommen, wenn auch der Tunnel gebaut wird. Welchen er meine, wollten die Bezirksblätter wissen. Der Fernpass-Scheiteltunnel sei eine Lösung, die man sich vorstellen können, wurde Walser direkter. Ob dieser die Wunschlösung des Präsidenten ist, ließ er offen.

Lehrlinge aus Spanien

Auch für WK-Bezirksobmann Christian Strigl ist der Fachkräftemangel, den es zu bekämpfen gelte, ein vordringliches Thema. Hier will man schon im Lehrlingsbereich ansetzen. Daher macht sich die WK daran, junge Menschen aus Spanien in den Bezirk zu holen. Dort ist die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen besonders hoch, sie liegt bei 65 Prozent!
Auf der iberischen Halbinsel werden derzeit Jugendliche auf eine Ausbildung im Außerfern vorbereitet. Zum normalen Unterricht bekommen sie die deutsche Sprache vermittelt. Ende 2019 werden rund 30 junge Spanier ins Außerfern kommen und hier eine Fachausbildung beginnen. Und dann, so die Hoffnung, auch bleiben.

Klares Nein zur Fernpassmaut!

Die allgegenwärtige Verkehrsproblematik im Bezirk wurde auch von Obm. Christian Strigl angesprochen. Er forderte mehr Eigenständigkeit im Bezirk. Weniger vom Tiroler Zentralraum abhängig sein, vieles in der Region machen und - wo nötig - enger mit dem Allgäu zusammenarbeiten lautet seine Formel, damit bald eine größtmögliche Autarkie im Außerfern greift.
Der angekündigten Bemautung des Fernpasses erteilte Strigl eine klare Absage: Diese würde zu einer Wettbewerbsverzerrung führen, so die Sorge des Obmannes. Außerdem kann er sich vorstellen, dass durch die Maut diverse Produkte, etwa Lebensmittel, bei uns teurer werden. Und ob man mit einer Maut Verkehrsflüsse lenken kann, glaubt Strigl ohnehin nicht.

Autor:

Günther Reichel aus Reutte

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