Außerfern: Bürgerbefragung zum Thema Motorradlärm kommt

LHStv. Ingrid Felipe (3. v. l.) kündigte nach einer Besprechung zum Thema Motorradlärm in der BH Reutte eine repräsentative Belästigungsstudie an.
  • LHStv. Ingrid Felipe (3. v. l.) kündigte nach einer Besprechung zum Thema Motorradlärm in der BH Reutte eine repräsentative Belästigungsstudie an.
  • Foto: Land Tirol/ Schwarz
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REUTTE (eha).  Am 18. Jänner 2018 hatte Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf zu einem Treffen nach Reutte geladen, um erste Ergebnisse des Lärmgutachtens bezüglich des Motorradverkehrs im Außerfern zu präsentieren. Mit dabei waren Verkehrsreferentin LHStvin Felipe, Bürgermeister und AnrainerInnen der betroffenen Planungsverbände, VertreterInnen der Bürgerinitiative „Xund’s Lechtl“, der Regionalentwicklung Außerfern und nicht zuletzt der „IG Moto“ als Interessenvertretung für MotorradfahrerInnen.

Das Gutachten zeigt auf, dass die im letzten Jahr auf Abschnitten der Lechtalstraße B 198, Tannheimer Straße B 199, Berwang-Namloser-Straße L 21, Hahntenjochstraße L 246 und Bschlaber Straße L 266 eingerichteten Geschwindigkeitsbeschränkungen langsam zu wirken beginnen. Diese Tempolimits von 60 und 80 km/h seien aber auf weiteren Straßenabschnitten einzuführen, hieß es. Außerdem seien begleitende Überholverbote notwendig.

Langfristig zielführend seien unter anderem mehr Bewusstseinsbildung und Maßnahmen, um die Motorräder vor Ort auf ihre Lärmentwicklung überprüfen und besonders laute Maschinen sofort aus dem Verkehr ziehen zu können. Auch eine Angleichung der Höhe der Verkehrsstrafen an Deutschland wurde in der Runde diskutiert. „Viele Raser auf zwei Rädern lassen sich von der Höhe der Strafen nicht abschrecken“, wusste Bezirkskommandant Egon Lorenz zu berichten. Dafür bedarf es allerdings bundesgesetzlicher Änderungen - hier sieht LHStvin Ingrid Felipe abschließend besonders Bundesminister Norbert Hofer in der Verantwortung, Tirol im Kampf gegen den Lärm zu unterstützen.

Um die verschiedenen Interessen abzuwägen und das Ausmaß der Lärmbelästigung durch den zunehmenden Motorradverkehr nachzuweisen, möchte LHStvin Ingrid Felipe noch in der ersten Jahreshälfte eine Befragung der Anrainer im Außerfern durchsetzten.„Lärm wird von vielen BürgerInnen immer mehr als Belastung wahrgenommen. Wir nehmen das sehr ernst", so Ingrid Felipe. Allerdings gebe es kein einheitliches Patentrezept, mit dem man Lärmgeplagte entlasten könne. Daher müsse man gemeinsam nach Lösungen suchen, die für alle Beteiligten vertretbar und auch verkehrsrechtlich machbar seien.

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