30.09.2016, 10:36 Uhr

Bruno Immler und sein privates Lebenswerk

(Foto: Immler)
HÄSELGEHR (eha). Die Einen bauen ein Haus und andere eben eine Kapelle. So wie Holzbildhauer Bruno Immler aus Häselgehr. Schon seit vielen Jahren habe er davon geträumt eine Kapelle zu errichten. "Ein Leben lang sah ich von meinem Esstisch auf den Doserkopf und bin viele Male zu diesem wunderbaren Ort der Stille hinaufgestiegen. So kam mir die Idee, dorthin eine Kapelle zu errichten", erzählt Bruno Immler. Nachdem die Gemeinde und die Bezirksforstinspektion die Genehmigung erteilten, begann der große Lebenstraum. Gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Rainer Larcher hat Bruno unzählige Festmeter Holz zur Errichtung eines befahrbaren Weges geschlagen. Alleine dafür haben die beiden einen ganzen Sommer benötigt. In mühseliger Arbeit wurden sämtliche Baumaterialien wie Steine, das Holz für den Dachstuhl, Erde zum Befestigen etc., zum vorgesehenen Platz geschafft. Die schmucke Kapelle ziert ein mit Lärchenschindeln bedecktes Dach sowie ein schön geschmiedetes Tor. Im kleinen Altarraum befindet sich eine selbstgeschnitzte Madonna. Vom Baubeginn bis zur Weihe sind gut zwei Jahre vergangen, in denen die Kapelle Stück für Stück Gestalt annahm. Feierlich eingeweiht wurde sie am Hohen Frauentag durch Pfarrer Otto Walch. Die Kapelle ist in gut einer halben Stunde durch einen neuen Aufstieg zu erreichen. Der Weg führt 100 Meter unterhalb der Kirche vorbei und biegt dann bei der Brücke links ab. Nach etwa einer viertel Stunde erreicht man den Doser-Wasserfall. Hier ziert ein hölzernes Wegkreuz, das auch von Bruno Immler errichtet wurde, den idyllischen Wanderweg. Wenige Minuten oberhalb des Doser-Wasserfalls liegt dann auch schon die sehenswerte Doser-Kapelle. Von hier aus erstreckt sich ein wunderbarer Blick von Gutschau bis Griesau.
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