28.10.2016, 10:15 Uhr

Barrierefrei bis zum Kanal

Noch gar nicht ganz fertig und doch schon benützt: Radfahrer am Weg zw. Seespitze und Kanal.

Der Weg von der Seespitze am Plansee bis zum Kanal beim Heiterwanger See wird derzeit saniert.

BREITENWANG/HEITERWANG (rei). Das Wandern entlang von Seen ist sehr beliebt. Auch der Weg von der Seespitze am Plansee zurück zum Kanal zw. Plansee und Heiterwanger See wird viel begangen. Zuletzt auch immer mehr befahren, nämlich von Radfahrern.
Doch der Weg war für diese doppelte Benützung nicht wirklich geeignet. Dabei war dieser Weg früher schon einmal in einem besseren Zustand. Zunehmend kam es in jüngerer Vergangenheit daher zu teils unliebsamen Begegnungen zwischen Fußgängern und Radfahrern. Jetzt wird der Weg den Anforderungen angepasst.

"Wir werden künftig den vom Land Tirol vorgegebenen Wegerichtlinien gerecht", erzählt Ronald Pitrini. Diese Richtlinien sehen vor, dass ein Nebeneinander von Fußgängern und Radfahrern auf solchen Wander- bzw. Spazierwegen möglich sein soll. Auch die Benützung durch Rollstuhlfahrer - wenn auch eingeschränkt - soll funktionieren und wer einen Kinderwagen mit entsprechender Bereifung dabei hat, soll den Weg auch nützen können. "Barrierefrei" so weit so etwas auf nicht asphaltierten Wegen möglich ist, lautet das Schlagwort.

Diese Barrierefreiheit soll es geben, sobald die Arbeiten voraussichtlich Mitte bis Ende November 2016 abgeschlossen sind. Rund 60.000 Euro werden die Baumaßnahmen kosten. Diese Summe wird zur Hälfte über ein Förderprojekt des Landes gedeckt, die verbleibenden Baukosten teilen sich die Tourismusverbände Reutte und Tiroler Zugspitz Arena zu gleichen Teilen.

Baumaterial wird vor Ort entnommen

"Die Baufirma verwendet bei der Umsetzung so weit es geht für notwendige Abstützungen kleiner Bäume, die vor Ort abgeschnitten, entastet und geschält und dann im Wegebau eingesetzt werden. Auch der notwendige Schotter für den Unterbau wird direkt vor Ort entnommen", verweist der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Naturparkregion Reutte auf eine möglichst umweltschonende Vorgangsweise bei der Umsetzung.

Sorge vor Schwerverkehr

Da und dort gibt es Bedenken, dass der Weg von der Seespitze zurück zum Kanal künftig auch von Traktoren oder gar Lastwagen genützt werden könnte. "Sicher nicht", sagt dazu Petrini und verweist auf die Wegbreite: "Der Weg wird zwischen 1,20 und 1,50 Meter breit. Schwere Maschinen oder Geräte können hier also nicht fahren."
Was aber sein könnte, dass hier einmal kleinere Maschinen für die Schneeräumung eingesetzt werden. Derzeit ist es zwar noch Zukunftsmusik, aber es gibt durchaus Überlegungen, den Weg später einmal auch als Winterwanderweg anzubieten. "Diesen Wunsch bekommen wir oft zu hören", erzählt Petrini. "Für uns ist das schon ein interessantes Thema. Aber da ist nichts spruchreif."
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