05.02.2018, 12:14 Uhr

Biberwier schafft Wohnraum - Beitrag mit VIDEO

Thomas Strele und Bgm. Paul Mascher stellten das Projekt in Biberwier vor.

Am Fuße des Marienbergs soll die erste geförderte Wohnanlage entstehen.



BIBERWIER. Die eigenen vier Wände - für viele Menschen ist das einer der größten Wünsche im Leben. Manche können ihn sich erfüllen, andere nicht. Damit der Wunsch Wirklichkeit werden kann, braucht es in den meisten Fällen Unterstützung in Form von Förderungen. Ensprechend hoch ist die Bedeutung des geförderten Wohnbaus in Tirol.
In Biberwier macht man sich daran, ein diesbezügliches Projekt umzusetzen. Vergangene Woche wurde es von Bürgermeister Paul Mascher und Planer Architekt Thomas Strele vorgestellt.

Leistbarer Wohnraum

In den größeren Orten sind geförderte Projekte inzwischen üblich. In den Kleingemeinden gibt es Nachholbedarf. In Biberwier soll jetzt ein neues Vorhaben leistbaren Wohnraum schaffen. Gebaut wird im Ortsteil "Rauth". Ein besonders schöner Flecken inmitten der Gemeinde, versicherte Mascher. Gerade einmal fünf Gehminuten vom Gemeindeamt entfernt, aber doch weit weg von der Straße.
Die benötigte Grundfläche befindet sich im Besitz des Tiroler Bodenfonds. Schon dadruch ist gewährleistet, dass die Grundkosten niedrig gehalten werden. Ideale Voraussetzungen für leistbares Wohnen. "Grund zu sparen ist oberste Prämisse", erläuterte Thomas Strele.
Nichts will man dem Zufall überlassen. Bevor die Baumaschinen auffahren, will die Gemeinde wissen, wie groß der Bedarf für Wohnungen und Einfamilienhäuser im Ort generell ist. Die Bürger wird man aufrufen, den Bedarf zu melden.

Neues Raumordnungskonzept

Dieses Wissen soll in das Raumordnungskonzept von Biberwier einfließen. Dessen Erstellung wird ein Jahr nach vorne gezogen. "Am Ende werden wir wissen, wieviel Wohnraum es braucht und danach handeln", so der Plan von Mascher.
Das Wohnbauprojekt in Rauth ist somit nur ein Teil der neuen Strategie. Aber ein ganz wesentlicher und der am weitesten vorangeschrittene. Das Projekt wird kommen. Unklar ist nur, ob man einen Baukörper in die Landschaft setzen wird oder zwei.

Maximal 20 Einheiten

Sieben Varianten hat das Reuttener Architekturbüro "Walch und Partner" erarbeitet. Jenes, das von Thomas Strele vorgestellt wurde, fand dann Gefallen bei den Gemeindevertretern. Zwischen mindestens 15 und maximal 20 Wohnungen sollen entstehen. Falls es im Ort Interesse gibt, will man auch Platz für Einfamlienhäuser schaffen - das wird dann im Zuge der Erstellung des Raumordnungskonzeptes passieren.
Dass es all das braucht, davon ist Bgm. Mascher überzeugt. 630 Einwohner hat die Gemeinde. Ein sehr stabiler Wert. Wirtschaftlich tut sich aber etwas im Ort. Touristische Projekte sind im Entstehen. Personal wird benötigt und eben dieses muss auch irgendwo wohnen.
In Biberwier ist man dabei, die "Hausaufgaben" auf seiten der Gemeinde zu machen. Läuft alles nach Wunsch, dann kann schon diesen Herbst mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Bauzeit wird zwischen 14 und 16 Monaten betragen. Die Wohnungsvergabe erfolgt über die Gemeinde.
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