06.06.2017, 06:33 Uhr

BukaBuka: Das Abenteuer kann beginnen

Roland Soyka und Gerhild Silber (Foto: privat)
REUTTE/BUKABUKA (rei). Es sind mitunter seltsame Geschehnisse, welche das Leben eines Menschen nachhaltig beeinflussen können. Im Fall von Roland Soyka aus Reutte und seiner Partnerin Gerhild Silber aus Leonding war es eine gemeinsame Weltreise und die Suche nach einem Friseur, welche sie an einen Flecken Erde führte, den man am besten mit "paradiesisch" umschreibt.

Weltreise war der Anfang
"Wir waren von Juli 2015 bis Mai 2016 auf einer Weltreise. Dabei haben wir sehr entlegene Plätze besucht, unter anderem auch BukaBuka", erzählt der 33-jährige gebürtige Reuttener. BukaBuka gehört zum Herzen Sulawesis und ist ein Teil von Indonesien. Die einsame Insel liegt 45 Bootsminuten vom Festland entfernt. Hier gibt es keine Einwohner und keinen Massentourismus, dafür unendlich viele Palmen und nicht enden wollende Sandstrände. Außerdem eine Jahresdurchschnittstemperatur von 27 Grad. Und weil BukaBuka direkt am Äquator liegt, geht hier die Sonne täglich um 6 Uhr auf und um 18 Uhr unter.
Wo ist hier der Friseur?
Schwer zu finden sind in der Region rund um Sulawesi Friseure. Genau so einen suchte aber Roland Soyka. "Es war einfach an der Zeit, meine Haare schneiden zu lassen", erzählt er mit einem Schmunzeln. Keine leichte Aufgabe, also machten sie sich auf die Suche und stießen schließlich auf einen "Whitie", also einen weiteren "Weißen", auf Ben. Der Brite und seine indonesische Partnerin Sarah leben auf Sulawesi. Man kam ins Gespräch, war sich auf Anhieb sympathisch und begann von der Insel zu schwärmen und in der Folge Pläne zu schmieden.
Pläne darüber, wie man hier dauerhaft leben und - mehr noch - sich hier eine Existenz aufbauen könnte. Schließlich wurde die Idee geboren, ein Resort, also ein Urlauberzentrum zu bauen. "Wir wollen keinen Massentourismus, ganz im Gegenteil", erklärt der Reuttener. Vielmehr will man ganz auf Natürlichkeit setzen. Deshalb soll es auch ein "Eco"-Resort werden. "Eco besteht für uns aber nicht aus drei leeren Buchstaben", versichert Soyka.

Ein Inselparadies
Inzwischen ist das Konzept weit fortgeschritten. Die vier Partner haben eine Firma in Indonesien gegründet und über diese ein Hektar Grund erworben. Roland Soyka kommt sofort ins Schwärmen, wenn er davon erzählt: "Die Bilder, die man auf unserer Homepage (www.project-bukabuka.com) sieht, sind echt. Sie zeigen die Insel, so, wie sie ist!"

Helfer werden gesucht
Das Grundstück hat man also schon einmal, ebenso Pläne, wie alles einmal werden soll. Jetzt braucht es nur noch Helfer, die bei der Umsetzung dabei sind. Diesbezüglich setzen die Abenteurer auf Freiwillige. Soyka: "Wir suchen Fachwissen und Ideen jeder Art! Vom Tischler für Treibholzmöbel und Bungalowbau über Photovoltaiktechniker bis hin zum Biologen und Landschaftsgärtner - kreative Köpfe und geschickte Hände können sich bei uns austoben." Besonders dringend benötigt werden Zimmerer/innen, soll die Anlage doch komplett aus Holz entstehen.
Im Gegenzug gibt es freie Verpflegung und Unterkunft. "Außerdem tauschen wir Arbeitsleistung gegen Urlaub. Je nach Engagement können jene, die uns beim Aufbau helfen, später kostenlos bei uns urlauben", macht Soyka allen, die sich angesprochen fühlen, Lust auf die Mitarbeit.

Vorbereitungen laufen
Noch ist es aber nicht so weit. Denn derzeit kümmern sich Roland Soyka und seine Partnerin Gerhild Silber von Österreich aus um die notwendigen Schritte. Gerhild Silber arbeitet derzeit auch noch als Gymnasiallehrerin in Wien, Roland Soyka geht seinem gelernten Beruf als Gastronomiefachkraft nach.
Ab 2018 wird ihr Lebensmittelpunkt dann aber tausende Kilometer weit nach BukaBuka verlegt. Dann wird aus dem Abenteuer im Kopf ein Abenteuer am Sandstrand.
Wer Interesse hat mitzumachen, bzw. den Projektfortschritt von zu Hause aus verfolgen möchte, der kann sich über die Homepage der vier Abenteurer informieren, bzw. sich über diesen Weg bei ihnen melden. Informationen gibt es auch laufend über Facebook.
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