09.06.2017, 11:36 Uhr

Die Landwirtschaftskammer tourte durch den Bezirk

Erster Stopp war der „BieZu-Hof“ der Familie Kerber in Ehrwald. (Foto: LK Tirol/Haaser)

Die LK-Bezirksgruppe besuchte den "BieZu-Hof" der Familie Kerber und den Betrieb von Lukas Mott und Katharina Pirner.

Zum mittlerweile neunten Mal besuchen heuer Spitzenvertreter der Landwirtschaftskammer Tirol im Rahmen der Bezirksrunde verschiedenste Landwirtschaftliche Betriebe im ganzen Land. Dieses Jahr stehen die Besuche ganz im Zeichen des LK-Jahresmottos „Tiroler Berglandwirtschaft – einfach unverzichtbar“.

Der erste Stopp im Außerfern war am „BieZu-Hof“ der Familie Kerber in Ehrwald. Im neugebauten Stall finden 14 Mastkälber sowie Schweine und künftig auch Hühner Platz. Lisi und Andreas Kerber setzen dabei auf Direktvermarktung und wollen im September ihren eigenen Hofladen eröffnen. Dabei sollen neben eigenen Produkten auch Milchprodukte sowie Honig von benachbarten Betrieben erhältlich sein. „Ich gratuliere Familie Kerber zur gelungenen Umsetzung ihrer Idee. Auch wenn es für die Landwirtschaft im Bezirk schwierig ist, braucht es solche jungen, engagierten Bäuerinnen und Bauern, die neue Ideen und Betriebskonzepte umsetzen“, zeigt sich LK-Präsident Josef Hechenberger begeistert.

Chance Regionalität
Auf regionale Kreisläufe setzen auch Lukas Mott und Katharina Pirner. Außerhalb des Lermooser Ortszentrums haben sie einen neuen Stall gebaut, der insgesamt ca. vierzig Stück Vieh in Mutterkuhhaltung Platz bietet. Mott bewirtschaftet 37 ha Grünland, sodass kein Fremdfutter zugekauft werden muss. Weidegang ist durch drei Weiden sowie eine eigene Alm möglich. Derzeit befindet sich der Betrieb in der Umstiegsphase von konventioneller zu biologischer Wirtschaftsweise. Dabei geht das Fleisch vor allem an Hotels in der Region, wobei die fünf bis zehn Abnehmer jeweils ganze bzw. halbe Rinder bestellen. Dass die heimische Gastronomie auf Qualitätsfleisch aus der unmittelbaren Umgebung setzt, freut besonders LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid: „Es ist schön zu sehen, dass die Zusammenarbeit zwischen Hotellerie und Landwirtschaft hier gut funktioniert. Dennoch müssen wir auf diesem Gebiet noch besser werden und die bedarfsorientierte Produktion forcieren – hier haben wir durchaus noch Luft nach oben!“
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