06.07.2016, 14:53 Uhr

Fernpassstrategie - Erkundungsbohrungen sollen Aufschluss bringen

AUSSERFERN. An insgesamt fünf Stellen entlang der B 179 Fernpassstraße zwischen der Haarnadelkurve beim Fernsteinsee und dem Blindsee werden ab dem Spätsommer Erkundungsbohrungen durchgeführt. Die Bohrungen dienen einer ersten Einschätzung der Geologie sowie der Grundwasser- und Bergwasserverhältnisse und des unterirdischen Abflusses des Blindsees. Die Ergebnisse daraus sind Grundlage für allfällig weitere Erkundungen.

„Die im Zuge der Fernpass-Strategie erarbeiteten Maßnahmen zu einer Entlastung der Bevölkerung entlang der B 179 werden Schritt für Schritt umgesetzt. Bereits in Bau ist der Lärmschutz für Bichlbach. Als nächstes folgt die Plakatkampagne zur autofreien Anreise“, erläutert LHStv Josef Geisler. Parallel dazu verdichtet das Land Tirol die umfangreiche Grundlagenarbeit für einen Fernpass-Scheiteltunnel.

Grundlagen liegen vor

Eine Studie aus dem Jahr 2012 zeigt mehrere Varianten für einen Fernpass-Scheiteltunnel. Auch die Verkehrswirkung einer Tunnellösung wurde fundiert untersucht. Zudem wurde ein Rechtsgutachten zur Aufrechterhaltung des bestehenden Lkw-Fahrverbots auf der Fernpassroute eingeholt. In den vergangenen Monaten hat die Landesstraßenverwaltung in Abstimmung mit der Landesgeologie ein Baugrunderkundungskonzept sowie ein Konzept für die wasserwirtschaftliche Beweissicherung erarbeitet. Die dort vorgeschlagenen Erkundungsmaßnahmen starten nunmehr. In weiterer Folge sollen die Bohrungen als Grundwassermessstellen ausgebaut und zur weiteren Beobachtung des Grundwasserstandes verbleiben.
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