21.05.2017, 22:22 Uhr

Gesundheit im Auge behalten

v.l.: Moderator Bgm. Wolfgang Winkler; Assistentinnen der Augenklinik am BKH Reutte - Silvia Trupkovic, Sonja Mayr; FA Dr. Bernhard Kremser
Breitenwang (hev). Zum 59. MINI MED Vortrag kamen 123 interessierte Studentinnen und Studenten. Dr. Bernhard Kremser, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie an der Privatklinik Hochrum und am BKH Reutte, Spezialist auf dem Gebiet der Augenchirurgie, Makula- und Netzhauterkrankungen, bot besondere Einblicke in das Auge aus Sicht des Arztes und informierte über Augenerkrankungen, deren Diagnose und Therapie.
Das Auge ist eines unserer wichtigsten Sinnesorgane und ist in Aufbau und Funktion sehr komplex. Die benötigten zentralen Strukturen für den Sehvorgang sind: die Hornhaut, die Linse, die Netzhaut und der Sehnerv. Für den Schutz sind die Augenlider verantwortlich. Der Tränenapparat und das Kammerwasser versorgen die Augenoberfläche mit Flüssigkeit und Vitaminen. Ist diese Funktion gestört, können Krankheiten wie Trockenes Auge, Grauer Star, Grüner Star oder Bindehautentzündung auftreten.

Messung des Augendrucks ist wichtig

Beim Blick ins Auge kann der Augenarzt die Gefäße direkt sehen und Erkrankungen sofort erkennen. Neue Geräte schaffen es innerhalb von Minuten die Dioptrien zu bestimmen, ohne den anstrengenden, bekannten Prozess, durch zahlreiche Glasstärken zu blicken. Die Messung des Augendruckes ist ein wichtiger Teil einer augenärztlichen Untersuchung um einen Grünen Star (Glaukom) rechtzeitig zu erkennen. Glaukom ist eine der häufigsten Erblindungsursachen, weltweit sind 60,7 Mio. Menschen betroffen, davon ca. 80.000 in Österreich.
Der Graue Star (Katarakt) trifft jeden von uns, sofern man ihn erlebt. Katarakt ist keine Erkrankung sondern eine Alterserscheinung. Typische Symptome: Nebelsehen, vermehrte Blendung, Änderung der Dioptrien. Einzige Therapie ist eine Operation, die im Schnitt acht bis zehn Minuten dauert.
Nicht mehr wegzudenken ist die Angio - OCT (Optische Cohaerenz Tomographie).
Sie ermöglicht Untersuchungen am Augenhintergrund (Netzhauterkrankung, Makuladegeneration) und liefert glasklare 3D Darstellungen des Mikrogefäßsystems im Auge.
Jede Augenerkrankung ist individuell vorzubeugen. Einen erhöhten Augeninnendruck kann man durch den regelmäßigen Augenarztbesuch erkennen und behandeln lassen. Im Sommer soll das empfindliche Auge durch eine geeignete Sonnenbrille geschützt werden. Auch mit der richtigen Ernährung, mit vielen Vitaminen, kann man dem Auge Gutes tun. Vitamin A, es steckt vor allem in Karotten, Marillen, Käse und Eigelb, unterstützt die Sehkraft.
Durch den Abend moderierte Bgm. Wolfgang Winkler. MINI MED im Außerfern wurde insgesamt von 8523 Studentinnen und Studenten besucht.
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