02.09.2014, 08:30 Uhr

Gute Fischbestände in Heiterwanger See und Plansee

(Foto: privat)

Fischbestandserhebung und –bewertung des Plan- und Heiterwangersees

AUSSERFERN. Aus den bisherigen Ergebnissen der Fischbestandserhebungen am Plan- und Heiterwangersee kann ein guter Seesaiblingsbestand attestiert werden. Auch die ökologisch wichtigen Kleinfischarten Elritze, Schmerle und Koppe weisen offensichtlich in Plan- und Heiterwangersee stabile Bestände auf.
Defizite zeigten sich beim Renkenbestand und es konnten insgesamt nur sehr wenige Exemplare nachgewiesen werden. Kleine Seeforellen (< 12 cm) wurden nicht gefangen, was einen Hinweis auf ein Reproduktionsdefizit darstellt.
Mit Barsch und Regenbogenforelle wurden zwei standortfremde Fischarten nachgewiesen.
Nach Abschluss der Fischbiomasseerhebung werden bis zum kommenden Frühjahr sämtliche erhobenen Daten ausgewertet und die fischökologische Zustandsbewertung berechnet. Bis zur Jahresmitte 2015 werden dann alle Ergebnisse und die Bewertung in Berichtsform vorliegen und den Fischereiberechtigten vor Ort übermittelt.

Im Zuge der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Österreich wurden im August 2014 Fischbestandserhebungen am Plan- und Heiterwangersee durchgeführt. Ausgeführt wurde diese Untersuchung vom Institut für Gewässerökologie, Fischereibiologie und Seenkunde, Scharfling im Auftrag des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich und des Amtes der Tiroler Landesregierung.
Ziel war die Erhebung der Fischartengemeinschaften, die Häufigkeiten der Fischarten, die Altersverteilung ausgewählter Arten sowie die Fischbiomasse und daraus abgeleitet die Bewertung des fischökologischen Zustand dieser beiden Seen.
Der Flachuferbereich wurde mit einem Elektrofischfanggerät an jeweils 4 Stellen befischt. In den tieferen Wasserschichten wurden Multimaschennetze eingesetzt. Diese genormten Netze sind 30 m lang und 1,5 m (Grundnetze) bzw. 6 m (Freiwassernetze) hoch und sie bestehen aus 12 Netzbahnen mit unterschiedlichen Maschenweiten. Die noch ausstehende Fischbiomasseerhebung der beiden Seen wird in den Monaten September bis Dezember mit wissenschaftlicher Echographie durchgeführt.
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