23.10.2017, 16:00 Uhr

Junger Zöbler holte einen Weltmeistertitel

So sah das "Cockpit" für Manuel Fähndrich beim Finalen Flug in Indianapolis aus. (Foto: Chris Tedesco/Red Bull Content Pool)
ZÖBLEN/INDIANAPOLIS (rei). Red Bull Air Race - wenn diese atemberaubenden Rennen, bei den die besten Piloten der Welt mit ihren wieselflinken Fliegern durch die Tore fliegen, über die Bildschirme flimmern, sind weltweit an den TV-Geräten Millionen Zuschauer fasziniert.
Hier einmal selbst als Zuschauer dabei zu sein ist für viele schon das Größte. Selbst daran teilnehmen, gewinnen und sich vielleicht sogar den Weltmeistertitel sichern? Unvorstellbar! Manuel Fähndrich aus Zöblen hat das geschafft. Und Papa Werner Pani wurde als Draufgabe beim großen Air-Race-Finale in Indiananpolis als Viertschnellster gestoppt.

Beide saßen aber nicht in einem Flieger, sondern am Tablett-Computer. Die beiden Außerferner nahmen am Virtual Race im Rahmen des Red Bull Air Race teil. Zuvor hatten beide die Qualifikation über das Internet geschafft.
Hier matchten sich während der Rennserie weltweit rund 11.000 Teilnehmer. Die besten wurden nun von Red Bull zum Finale nach Indianapolis eingeladen. Es galt den weltbesten Flieger am Tablett zu küren.
Der erst 14-jährige Manuel Fähndrich als jüngster Teilnehmer überhaupt, Papa Werner Pany und Mama Sabrina Fähndrich als "Betreuerin" reisten somit auf Kosten von Red Bull in die USA.

Während sich die besten Piloten mit echten Maschinen um den Sieg matchten, saßen nicht weit entfernt die besten Teilnehmer der virtuellen Vorbewerbe vor ihren Tabletts und flogen die Strecke am Computer nach.
Und da war der junge HTL-Schüler eine Klasse für sich. Er siegte vor einem Deutschen und einem weiteren Österreicher. Werner Pany erreichte den vierten Platz.
Im Vorjahr war es noch er, der den Gesamtsieg im Red Bull Virtual-Air-Race für sich entschied. Damals war Manuel Fähndrich noch nicht startberechtigt, er war mit seinen 13 Jahren noch zu jung.
Inzwischen ist er 14 Jahre alt und teilnahmeberechtigt und prompt "knöpfte" der Sohn seinem Vater den Sieg ab.
"Eine tolle Sache", freute sich da auch die Mutter im Gespräch mit den Bezirksblättern. Dabei sei Manuel gar nicht so "fanatisch" wie man das vielleicht glauben möchte. "Er sitzt schon mal vor dem Tablett und übt die virtuellen Flügen. Aber die Zeit, die er dafür aufwendet, ist überschaubar."
Der gemeinsame Familienausflug nach Indianapolis war für die drei Tannheimer Taler aber ein riesen Erlebnis. Und dass die Kosten dann auch noch von Red Bull getragen wurden, machte die Sache noch schöner.

Ab in den echten Flieger
Richtig spannend wird für den frischgebackenen Weltmeister im Virtual Air Race jetzt das Auskosten des Siegerpreises: Er darf mit einem Red Bull-Piloten eine "Runde drehen". Und wer die Flugkünste der Piloten kennt, weiß, dass der Begriff "Runde drehen" hier nicht für eine Platzrunde steht, sondern dass es es so richtig rund gehen wird. Viel Spaß dabei!
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