24.01.2018, 12:52 Uhr

Lawinengefahr ließ Telefone dauerläuten

Eine Übersichtskarte der Bezirkshauptmannschaft mit den aktuellen Sperren. (Foto: BH Reutte)
AUSSERFERN (rei). Der Blick am Mittwoch hinaus ins Freie lässt fast nicht glauben, dass nur wenige Stunden vorher eine Ausnahmesituation im ganzen Land herrschte - auch im Außerfern. Aufgrund der vielen Schneefälle in den Hochlagen und des intensiven Regens im Tal stieg die Lawinengefahr rasant an. Straßen mussten gesperrt werden, darunter auch der Fernpass.
Inzwischen ist dieser ebenso wie andere Verbinden wieder offen. Nur vereinzelt gibt es noch Sperren.
Die Wettersituation forderte allen Einsatzkräften alles ab. Auch die MitarbeiterInnen der Bezirkshauptmannschaft Reutte hatte einiges zu tun. So wurde u.a. ein Hotline eingerichtet, um Fragen hinsichtlich der Schnee- und Lawinensituation rasch und kompetent beantworten zu können.
"Mittlerweile sind die meisten Straßen wieder geöffnet, darunter auch die Fernpassroute. Deshalb wurde die Info-Hotline der BH Reutte wieder eingestellt. Insgesamt konnten 374 Anrufe innerhalb von 24 Stunden abgearbeitet werden", berichtet Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf.
Im Laufen sind heute den ganzen Tag über umfangreiche Lawinenerkundungsflüge in fünf Tiroler Bezirken: Während der Landeshubschrauber seit den frühen Morgenstunden in den Bezirken Schwaz und Innsbruck-Land unterwegs ist, sind vier Bundesheer-Helikopter in den Bezirken Imst, Landeck und Reutte in der Luft.

„Dabei sind diesmal besonders die Schutzbauten wie Lawinendämme und Anrissverbauungen im Blickpunkt“, erklärt Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz des Landes Tirol im Landhaus in Innsbruck.

BH Reutte dankt

Ein herzliches Dankeschön richtet Katharina Rumpf an die Landeswarnzentrale, die Lawinenkommissionen, Gemeinden und die Einsatzorganisationen für rasche und verlässliche Kooperation im Zuge der zahlreichen Verkehrssperren, besonders der tagelangen Sperre der Fernpassroute.
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