01.10.2014, 06:00 Uhr

Meinung

Im Schulwesen hat Tirol mehr Weitblick

Zwei Schulen auf Außerferner Gebiet sind gut dazu geeignet, um sich über das geltende Bildungssystem zu wundern. Warth in Vorarlberg hat keine Schule mehr. Die Volksschüler der Arl­berggemeinde müssen aufgrund geringer Schülerzahlen weit in den Bregenzerwald zum Unterricht auspendeln. Im nahen Lechleiten auf Tiroler Gebiet gibt es aber eine Gesamtschule. Nur die Vorarl­berger dürfen diese nicht besuchen. Im Allgäuer Ort Unterjoch wurde die Volksschule ebenfalls aufgelassen. Die jungen Allgäuer dürfen seit heuer aber die Volksschule in der Tiroler Exklave Jungholz besuchen. Das ist deutlich näher als Bad Hindelang, der - auf deutscher Seite - sonst nächstmögliche Schulort. Wirklich kurios, zumal in Jungholz seit heuer elf Schüler unterrichtet werden. Nur einer hat die Österreichische Staatsbürgerschaft. Alle anderen die deutsche. Tirol scheint hier ein Vorreiter zu sein und zeigt auf, es geht auch anders.
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