31.08.2014, 14:30 Uhr

Zukunft des „Scholli“ ungewiss

Bilder aus besseren Tagen. Am Schollenwiesenlift lernten ganze Generationen das Skifahren. (Foto: Foto: Schretter)

Der Schollenwiesenlift könnte verkauft oder zugesperrt werden. Noch ist alles in der Schwebe.

HÖFEN (rei). In den vergangenen Jahren sind viele kleine Schlepplifte von der (Skilift)Landkarte verschwunden. Der Schollenwiesenlift in Höfen, von vielen liebevoll „Scholli“ genannt, hat die Zeit der Schließungen auf beachtenswerte Weise durchtaucht.
Doch jetzt droht ihm ein ähnliches Schicksal wie vielen anderen Schleppliften - es könnte sein, dass er heuer nicht mehr aufsperrt.

Gespräche laufen

Aber noch ist alles offen, nichts ist entschieden - es gibt intensive Gespräche. Und die führt die Eigentümerfamilie Schretter derzeit mit der Gemeinde Höfen.
In der Hahnenkammgemeinde hat man inzwischen viel Erfahrung, was die drohende Schließung von Liftanlagen anlangt - und wie man eben diesen begegnet.

Entscheidung steht bevor

„Wir brauchen noch heuer eine Entscheidung, wie es weiter geht“, sagt Bürgermeister Vinzenz Knapp. Er spricht von einer schwierigen Situation. Der vergangene Winter war alles andere als geschäftlich erfolgreich. Gut möglich, dass der kleine Schlepplift, der Ende der 1960er-Jahre eröffnet wurde, bald ein Stück Geschichte ist.
Daran will Geschäftsführer Michael Schretter nur am Rande denken. „Ja“, gesteht er, „es war ein schwieriger Winter, den wir hinter uns haben. Man muss jetzt schauen, wie sich alles entwickelt.“
Michael Schretter, der aus einer echten Skilifte-Pinonierfamilie herauskommt, sieht den Schollenwiesenlift als Teil des Höfener Skigebietes. Dass der „Scholli“ nicht direkt an den Hahnenkamm angebunden ist, hat man ohnehin über die Jahrzehnte hinweg zu akzeptieren gelernt.
Der vergangene Winter war nicht dazu angetan, den kleinen Schlepper mit dazugehörigem Babylift finanziell abzusichern. „Das heißt aber nicht, dass wir ihn abgeschrieben haben“, versichert Schretter. Geld könne man aus heutiger Sicht mit dem Lift aber nicht mehr verdienen.

Lift ist gut in Schuss

Deshalb werden jetzt mit der Gemeinde Höfen Verhandlungen geführt. „Die hat vielleicht andere Möglichkeiten als wir“, glaubt der Reuttener Unternehmer. Der Lift stehe trotz seines hohen Alters gut da. Die Gemeinde und auch die ganze Region müssten sich überlegen, ob sie den Lift wollen und brauchen.
In Höfen haben derartige Überlegungen eingesetzt. „Wir prüfen derzeit alle Argumente. Die Entscheidung wird in den nächsten Wochen fallen“, versichert Bürgermeister Vinzenz Knapp.
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