16.11.2017, 14:38 Uhr

ÖVP reihte Kandiaten für die Landtagswahl

Sonja Ledl-Rossmann führt im Bezirk die ÖVP in die Landtagswahlen 2018. (Foto: Archiv/Simonis)

Sonja Ledl-Rossmann wurde im Bezirk Reutte zur Spitzenkandidatin gekürt.

REUTTE (rei). Nach der Wahl ist bekannter Weise vor der Wahl und so bringen sich die Parteien nach geschlagener Nationalratswahl jetzt für die Landtagswahl 2018 in Stellung.

Im Bezirk Reutte reihte die ÖVP ihre Kandidaten auf der Bezirksliste. Und die ist jetzt sehr kurz. Denn aufgrund aktueller Bevölkerungszahlen hat der Bezirk Reutte künftig nur mehr ein Direktmandat und nicht mehr zwei. Daraus ergibt sich, dass nur mehr zwei Personen (Spitzenkandidat und Ersatz) gereiht wurden.
Auf Position eins findet erwartungsgemäß Bezirksparteiobfrau Bundesrätin Sonja Ledl-Rossmann. Hinter ihrsteht der Tannheimer Bürgermeister Markus Eberle auf der Liste.
Die Wahl wurde diesmal von der Bezirksparteileitung und nicht - wie früher üblich - vom Bezirksparteivorstand durchgeführt. Somit waren mehr Personen stimmberechtigt als in der Vergangenheit.
Bezirksparteisekretär Klaus Schimana findet das gut, denn "früher gab es schon einmal die Kritik, dass da nur ein kleines 'Grüppchen' mitreden darf. Diesmal war es anders."

Früher wäre die erste Postition auf der ÖVP Liste bei Landtagswahlen angesichts der Mehrheiten auch mit einem Mandat im Landtag verbunden gewesen.
Aber auch das hat sich geändert. 70 bis 80 Prozent aller gültigen Stimmen im Bezirk würde man heute benötigen, um das Direktmandat zu bekommen, schätzt Schimana. Das traut sich auch die ÖVP nicht zu, wenngleich sie wohl ziemlich sicher wieder die stärkste Fraktion stellen wird.

Somit wandern die Stimmen aus dem Außerfern wohl in den "großen Topf" der Partei. Wichtig ist es somit, dass Ledl-Rossmann auf der Landesliste gut gereiht wird. Dann hat sie  reelle Chancen auf ein Landtagsmandat. "Aber da gibt es so viele Faktoren. Wie viele Stimmen macht die ÖVP insgesamt? Wer wird in die Regierung einziehen? Warten wir ab, was kommt", gibt sich Schimana zurückhaltend.
Dabei werden Sonja Ledl-Rossmann erstklassige Kontakte zu Landeshauptmann und Landesparteichef Günther Platter nachgesagt. Die Wänglerin schuf sich als Bundesrätin und speziell als Bundesratspräsidentin ein gutes Standing. Ob ihr das hilft, wird sich zeigen.

Einige der Partei nahestehende Personen wollen wissen, dass Ledl-Rossmann sogar die Chance auf einen Platz in der Landesregierung hat. Klaus Schimana hat derartiges auch schon zugetragen bekommen. "Das ist im Moment doch gar kein Thema. Jetzt wird erst einmal ein neuer Landtag gewählt und keine Landesregierung. Warten wir einfach ab, was passiert."
Ein zweites Gerücht im Umfeld der ÖVP macht derzeit im Bezirk die Runde. Elisabeth Pfurtscheller, die ihren Sitz im Nationalrat durch einen - wie viele finden - unfairen Wahlkampf ihres "Parteifreundes" Dominik Schrott aus Imst verloren hat, könnte einen guten Job im Umfeld des Landes oder der Partei bekommen.
"Mir ist nicht bekannt, dass die ÖVP an einem Job für die Liesi 'bastelt'. Sie macht derzeit einmal eine Pause, zugleich befindet sich sich aber auf Jobsuche", sagt dazu Klaus Schimana.
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