25.11.2016, 12:53 Uhr

Wirtschaftskammer sieht keine großen AK-Erfolge

WK-Bezirksobmann Christian Strigl. (Foto: Müller)
AUSSERFERN (rei). Die Arbeiterkammervertreter berichteten jüngst, dass sie 506.000 Euro für die Arbeitnehmer im Bezirk Reutte erstritten haben. Für Christian Strigl ist das ein "bescheidener Erfolg". Der Bezirksobmann der Wirtschaftskammer stellt diesen Betrag der von den heimischen Unternehmen ausbezahlten Bruttolohnsumme gegenüber. Die liegt laut Strigl bei 618 Millionen Euro. Daraus ergebe sich, dass die heimischen Unternehmen ihren Verpflichtungen zu 99,92 Prozent nachkommen.

Strigl verweist in seiner Stellungnahme ferner darauf, dass "viele Unternehmer resignieren und lieber zum Teil auch ungerechtfertigte Forderungen zahlen, um das Thema vom Tisch zu haben!"

Ihn beschäftigen ganz andere Probleme, etwa der Umstand, dass angesichts der Vollbeschäftigung im Bezirk Arbeitskräfte knapp sind. Speziell im Tourismusbereich.
"Es ist momentan fast unmöglich, im Bezirk Reutte einen gelernten Koch anzuwerben. Diesen Umstand wissen natürlich auch die Arbeitnehmer für sich zu nutzen. Ungerechtfertigte Austritte und Arbeitnehmerkündigungen stehen auch bei der Rechtsberatung der Wirtschaftskammer auf der Tagesordnung. Ein Konflikt ist somit fast vorprogrammiert.“
Der Obmann der Wirtschaftskammer rät daher umgekehrt seinen Mitgliedern im Bedarfsfall Rechtshilfe bei der WK einzuholen: „Wir haben mit dem arbeitsgerichtlichen Vertretungsmodell eine Möglichkeit geschaffen, Unternehmen vor dem Arbeitsgericht vertreten zu können.“
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