Achtung in der Sonne
Den eigenen Hauttyp erkennen

Je nach Hauttyp variiert der Eigenschutz.
  • Je nach Hauttyp variiert der Eigenschutz.
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In der Sonne ist Vorsicht geboten. Worauf zu achten ist, weiß Christian Wasner von der alten Stadtapotheke Ried.

RIED (hepu). Die Sonne strahlt jetzt immer stärker vom Himmel und das erste Sonnenbad im Freien wird genossen. Doch ab wann muss man sich eincremen und wie lange hält der Schutz? Diese Fragen hat Christian Wasner von der alten Stadtapotheke in Ried beantwortet:
"Grundsätzlich unterscheiden wir vier Hauttypen. Sogenannte "Albinos" besitzen keine Melanozyten. Sie können also keine Bräune bilden. Deshalb sollten sie Sonne meiden, benötigen den höchsten Schutz und eventuell eigene Kleidung, die sich auch zum Baden eignet." Dieser Typ kommt sehr selten vor. Öfter findet sich die sehr hellhäutige Person: "Auch hier sollte der höchste Lichtschutzfaktor gewählt werden. Der Eigenschutz beträgt in diesem Fall nur vier bis acht Minuten. In der Zeit können Hautschäden ausgeschlossen werden." so Wasner.

Der in unseren Breiten am häufigsten verbreitete Typ kann rund acht bis 15 Minuten ohne Schäden sonnenbaden. "Trotzdem würde ich immer mit einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 beginnen. Wenn die Haut dann schon eine gewisse Bräune erreicht hat, kann man auf Lichtschutzfaktor 20 oder 30 reduzieren", weiß Wasner. Der dunkelste Hauttyp kann länger sonnenbaden, sollte aber trotzdem Sonnencreme verwenden.

Wie oft nachcremen?

"Die meisten Produkte sind wasserfest. Hier wurde im Labor die Creme auf eine künstliche Haut aufgetragen. Mittels starkem Wasserstrahl lässt sich ermitteln, wie lange sie auf der Haut hält", so der Pharmazeut. Grundsätzlich empfiehlt der Experte aber, spätestens nach dem zweiten Mal Baden, nachzucremen. Bei Babys bis zum ersten Lebensjahr, gilt dasselbe wie für Albinos. Sie sollten keinem Sonnenkontakt ausgesetzt sein. "Ab dem ersten Lebensjahr kann man Kindersonnencremen benutzen. Diese sind fetter, weil Kinder bis zur Pubertät kein Fett produzieren. Häufiges Nachcremen ist in diesem Alter besonders wichtig", betont Wasner.

Spray oder Milch?

Wer vor den Regalen steht, ist oft verwirrt. Ist ein Sonnenspray oder die klassische Sonnemilch besser? "Ein Spray ist eine dünnflüssige Sonnemilch. Der Vorteil liegt hier darin, dass man sie gleichmäßig am ganzen Körper verteilen kann", empfiehlt der Experte. Sollte man sich doch einen Sonnenbrand eingefangen haben, ist es wichtig, sofort aus der Sonne zu gehen. "Man unterscheidet zwischen Verbrennungen ersten Grades und Verbrennungen zweiten Grades. Letztere hat bereits Blasenbildung zur Folge. In diesen Fällen muss sofort gekühlt und genügend Feuchtigkeit zugeführt werden", so Wasner.

After-Sun hilft

Geeignet sind dafür After-Sun-Produkte. Da durch Sonne die Haut immer ausgedrocknet wird, empfiehlt es sich, nach jedem Sonnenbad diese Produkte zu verwenden. "Der Unterschied zwischen einer normalen Feuchtigkeitslotion und einem After-Sun-Produkt ist die Kühlung. After-Sun kühlt die Haut ein bis zwei Grad herunter. So lässt es sich im Sommer auch leichter schlafen", erklärt Wasner.

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