Interview mit Gerald Hartl, Geschäftsführer vom Tourismusverband s'Innviertel
"2019 setzen wir auf ,Gschichtln'"

Gerald Hartl, Geschäftsführer des Tourismusverbandes s' Innviertel.
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  • Gerald Hartl, Geschäftsführer des Tourismusverbandes s' Innviertel.
  • Foto: Innviertel Tourismus
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

INNVIERTEL, GEINBERG.  Im Interview erklärt Tourismusprofi Gerald Hartl, warum "Gschichtln" so interessant sind und  warum wir mehr Selbstbewusstsein und Stolz vertragen könnten.

Herr Hartl, wie lief das Tourismusjahr 2018?
Hartl. Gut. Mit 256.226 Nächtigungen erzielten wir beinahe das selbe Ergebnis wie im Jahr 2017. Und das, obwohl das  Kneipp Traditionshaus der Marienschwestern in Aspach mit jährlich ungefähr 12.000 Nächtigungen seinen Betrieb eingestellt hat. 

Im Herbst wurde der Aufsichtsrat des Tourismusverbandes s' Innviertel neu gewählt. Wie sind die Funktionen nun verteilt?
Vorsitzender ist Martin Erlinger, Brauer und Bürgermeister von Treubach. Sein Stellvertreter ist Günther Beck aus Aspach, der auch im neuen oberösterreichische Strategie-Board der Landestourismusorganisation vertreten ist. Günther Beck leitet mit dem Revital  einen großen Betrieb und ist auch als ORF Co-Kommentator bei Biathlon-Übertragungen tätig. Während sich Erlinger um die Termine vor Ort kümmert, ist Beck unsere Stimme in Linz.  

Auch Ihr Vertrag wurde verlängert...
Ja genau - um weitere fünf Jahre.Ich bin jetzt schon das zwölfte Jahr Geschäftsführer des Tourismusverbandes s'Innviertel. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Genauso lange sind übrigens Andrea Eckerstorfer vom Lebensraum Innviertel und Markus Wiesbauer von der Leader Region Mitten im Innviertel in ihren Ämtern.

Was sind die Schwerpunkte für 2019?
Wir wollen zu Themen des Innviertels Geschichten erzählen und diese auf allen Kanälen, besonders im Social Media Bereich, spielen. Im März dreht sich  zum Beispiel alles um das Thema Bier. Daher haben wir unter anderem mit der Bierregion Innviertel ein Video gedreht, wo die Mitglieder sich im Bierkrug-Töpfern versucht haben. Andere Themen werden Fasten und Gesundheit, sowie Natur sein. Wir wollen dabei keine perfekten Werbefilme drehen, sondern Videos mit dem Charme des Halbprofessionellen– sympathisch, authentisch und somit bodenständig!

Derzeit wird eine Kulturplattform Innviertel diskutiert, Wie könnte der Tourismus davon profitieren?
Zuerst sollte meiner Meinung nach erst einmal das gesamte Kulturangebot erhoben werden. Wenn wir uns als "Kulturregion" aufstellen wollen, dann sollten wir dabei unbedingt über den Inn schauen und auf Bayern nicht vergessen.

Wofür steht für Sie das Innviertel?
Für einen eigenen Menschenschlag, abwechslungsreiche Landschaften und kulinarische Besonderheiten.

Im Innviertel spielt nicht nur der klassische Tourismus eine Rolle, sondern auch die zahlreichen Businessnächtigungen, richtig?
Das stimmt. Das Innviertel ist eine aufstrebende Industrieregion und darf auf seine Firmen sehr stolz sein. Der Businesstourismus wird immer wichtiger. Ob die Zimmer von klassischen Touristen oder Geschäftsreisenden gebucht werden, ist dabei egal.

Aus touristischer Sicht gesehen: Was sind die wichtigsten Veranstaltungen 2019?

Das Woodstock der Blasmusik, das Afrika-Festival auf Schloss Mamling, die Oberösterreich-Radrundfahrt oder aktuell der Innviertler Biermärz. Besonders freue ich mich aber heuer auf das Konzert von Parov Stelar. Das wird eine große Herausforderung. Neben den Veranstaltungen sind auch zahlreiche Firmen touristisch interessant. Beispiele sind der Future Dome von Fill in Gurten, der Innviertler Brauturm in Altheim sowie die Energy World von Hargassner in Weng oder die Motohall in Mattighofen. Auch die Falknerei in Obernberg, übrigens die einzige in Oberösterreich, ist ein Publikumsmagnet.

Wenn wir schon so Vieles haben, was fehlt uns dann noch?
Ich würde sagen, ein bisschen mehr Selbstbewusstsein. Wenn ich zum Beispiel in Linz bin, dann fällt mir immer auf, dass man uns auswärtig viel besser sieht, als wir uns selber. Ich habe auch oft das Gefühl, viele würden gerne mit uns tauschen, weil wir eben alles haben. Darauf sollten wir stolz sein.

Gerald Hartl, Geschäftsführer des Tourismusverbandes s' Innviertel.
So schön ist das Innviertel-

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