Brandgefährliche Weihnachten

Brandgefahr am Christbaum: Kerzen müssen genug Abstand zu Ästen und Dekoration haben.
  • Brandgefahr am Christbaum: Kerzen müssen genug Abstand zu Ästen und Dekoration haben.
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RIED. Bei vielen wird in den nächsten Tagen ein schöner Platz im Haus oder in der Wohnung gesucht, um ihn aufzustellen: den Christbaum. Festlich soll er wirken, er darf glänzen, glitzern, die Schokoschirmchen an den Ästen laden zum Naschen ein und die Kerzen lassen ihn hell leuchten. Dass Tanne, Fichte und Co. auch brandgefährlich sein können, verdrängen viele. Vor allem beim Gebrauch von echten Kerzen reicht eine kleine Unachtsamkeit aus, und der Baum, der Kranz, die Tischdecke oder die Vorhänge stehen in Flammen.
"In beheizten Wohnräumen trocknen Adventkränze und Weihnachtsbäume sehr schnell aus. Die größte Brandgefahr besteht, wenn Kerzenflammen auf verdörrte und daher leicht entzündbare Äste übergreifen", erklärt Jürgen Bauchinger, Abschnitts-Feuerwehrkommandant Ried Süd. Ein trockener Christbaum kann innerhalb von 20 Sekunden in Vollbrand stehen.
Laut Bauchinger entstehen ungefähr die Hälfte aller durch offenes Licht verursachten Brände in der Zeit um Weihnachten. "Den Weihnachtsbaum vorher an einem kühlen Ort lagern. Den Baum nicht neben Heizkörper oder Öfen kippsicher aufstellen", rät Bauchinger. Auch Spritzkerzen können durch Funkenflug den Baum entzünden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Kinder im Haushalt sind. "Mit Kindern sollte man vorher über die Gefahren von brennenden Kerzen reden. Zündhölzer und Feuerzeuge sicher verstauen."

Vorsicht mit Haustieren

Bauchinger weiß auch, wie gefährlich Tiere im Haus werden können. "Es kommt leider immer wieder vor, dass Tiere brennende Kerzen umwerfen und so einen Brand auslösen." Aber auch Kerzen, die in der Zeit rundum Weihnachten gerne angezündet werden, bergen Gefahr. "Kerzen immer in Auffangschalen deponieren. Bevor man zu Bett geht oder das Haus verlässt, unbedingt nachkontrollieren, ob man die Kerze auch ausgelöscht hat."
Als Vorsichtsmaßnahme nennt Bauchinger Rauchmelder und Feuerlöscher. "Einen Schaumlöscher, eine Löschdecke oder einen Kübel Wasser bereitstellen. Bei einem Brand natürlich sofort die Feuerwehr unter 122 alarmieren. Wie bei jedem anderen Brand gilt: alarmieren - retten - löschen", so der Abschnitts-Feuerwehrkommandant.

Einfache Regeln für feuerfreie Tage
• Den Christbaum möglichst frisch und nicht zu früh kaufen. Im Freien aufbewahren und erst am Heiligen Abend in die Wohnung holen.
• Zum Aufstellen des Christbaumes nur kipp- und standsichere Christbaumständer verwenden. Mit Wasser gefüllte Ständer verhindern ein zu rasches Austrocknen des Baumes und erhöhen damit die Brandsicherheit.
• Unter den Christbaum am besten eine schwer entflammbare Unterlage legen.
• Nur feuerfeste Kerzenständer (kein Holz) am Adventkranz und Christbaum benützen.
• Kerzen auf Adventkränzen rechtzeitig auswechseln, bevor sie niederbrennen.
• Abstand halten: Kerzen sollten in einem Abstand von mindestens 20 Zentimetern von Ästen und Dekorationsmaterial befestigt werden.
• Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Besonders nicht, wenn Kinder oder Haustiere im Haus sind. Streichhölzer oder Feuerzeuge für Kinder unerreichbar aufbewahren.
• Kerzen am Baum von oben nach unten anzünden und von unten nach oben auslöschen.
• Achtung Funkenflug: Spritzkerzen können schnell zum Brand führen.
• Benützen Sie auf keinen Fall Christbaumschnee aus Spraydosen, wenn die Kerzen bereits brennen.
• Vorsorgen: Einen Feuerlöscher, Wolldecke, einen Kübel Wasser beim Anzünden der Christbaum-Kerzen immer in Griffweite stellen.
• Vor dem Zubettgehen oder Verlassen des Hauses darauf achten, dass keine Kerzen brennen.
• Rauchmelder schlagen im Notfall rechtzeigit Alarm und können Leben retten.

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