Gegner formieren sich
Demonstration gegen 5G-Frequenz in Ried

Die Gegner der 5G-Technologie rufen am 10. Oktober zu einer Demonstration in Ried.
  • Die Gegner der 5G-Technologie rufen am 10. Oktober zu einer Demonstration in Ried.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

RIED.  Am Samstag, 10. Oktober findet bei jeder Witterung in Ried eine Demonstration gegen die 5G-Technologie statt. Organisatorin ist Beatrix Gruber Mitterbucher, die unter anderem von Verena Friedwagner unterstützt wird. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Messegelände Ried bei der Bauernmarkthalle. Um 10 Uhr startet der Demonstrationszug Richtung Rieder Hauptplatz, wo um 11 Uhr eine Kundgebung über die Bühne gehen wird. Als Redner werden Peter Müller, Sprecher der Elektrosmog-Selbsthilfegruppe Salzburg, Michael Jordan mit seinem Vortrag "Smart oder Leben" sowie die Demonstrationsorganisatorin selbst ihre Stimmen erheben. Weiters werden zahlreiche Personen, die einen Initiativantrag an ihre Gemeinden gestellt haben und sich für Glasfaser statt 5G aussprechen, kurz über ihre Motivation sprechen. Bei der Demonstration werden rund 100 Personen erwartet, bei der Kundgebung bedeutend mehr. Auch die Polizei wird bei der Demonstration vor Ort sein und den Hauptplatz absperren. Um auch alle Covid-19 Sicherheitsmaßnahmen einhalten zu können, bitten die Organisatoren ausdrücklich um Mitnahme eines Mund-Nasenschutzes.

Sofortiger Stopp gefordert

Gefordert wird von den 5G-Gegnern der sofortige Stopp dieser Funkfrequenz, bis die Unbedenklichkeit bewiesen ist, sowie die Aufklärung der Bevölkerung. "Viele Menschen in Ried wissen nicht, dass Ried bereits 2019 aus Testgemeinde ausgewählt wurde", so Gruber-Mitterbucher. Sie verweist auch auf Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Grad der Elektrosmogbelastung – diese werde durch 5G verstärkt – und der Gefahr von Covid-19 aufzeigen sollen.

5G in Ried

Seit 2019 ist die Stadt Ried "Testgemeinde" für die 5G-Technologie, die BezirksRundschau Ried hat berichtet. Derzeit existieren in Ried drei 5G-Masten, laut Gruber-Mitterbucher sind diese Masten aber nicht die einzige Möglichkeit der Übertragung mit 5G.  "Im Gegensatz zur bisherigen Mobilfunkgeneration wird 5G nicht mehr nur über Masten übertragen, sondern auch durch sogenannte "Small Cells". Diese werden in die städtische Infrastruktur wie zum Beispiel in Straßenlaternen, unter Kanaldeckel und so weiter verbaut. Das bedeutet, als Gemeindebürger kann ich vor allem im urbanen Bereich nicht mehr erkennen, wo ich mich in einer Gefahrenzone durch die enorme zusätzliche Strahlungsbelastung befinde", so Gruber-Mitterbucher.

Wagner: "Die Zukunft braucht 5G"

Gregor Wagner, Pressesprecher vom Forum  Mobilkommunikation, sieht das anders:  "Das ist Unsinn, der gerne von Gegnern völlig ohne Re-Check verbreitet wird. Um Funkschatten zu vermeiden, ist mittel- bis langfristig geplant, sogenannte Small-Cells zu etablieren. Die kennt man aber schon von Public-WLAN-Anlagen an beliebten Plätzen!" Generell betont Wagner, dass 5G keine neue Technologie sei, "sondern ein neues Übertragungsprotokoll, also die „Sprache“, mit der die Daten übertragen werden. Die Technologie ist und bleibt der seit Jahrzehnten wohlbekannte Funk! Es wird auch keine „neuen Frequenzen“ geben. Im Gegenteil: soeben wurden unter anderem die alten Frequenzen des Analogfernsehens versteigert, die in Zukunft für das 5G-Protokoll verwendet werden. Es bleibt also alles beim Alten!" Laut Wagner haben Messungen nun ergeben, dass das 5G-Signal zu den schwächsten gehört. Auf die Frage, warum überhaupt 5G, sagt Wagner: " Seit etwa 15 Jahren verdoppelt sich das mobil übertragene Datenvolumen alle eineinhalb Jahre. Die zunehmende Akzeptanz aller Anwender, das Internet mobil zu nutzen, beschleunigen diese Entwicklung. Würde man 5G nicht einführen, erreichen die Netze ihre Kapazitätsgrenze schon in kurzer Zeit. Dass mit 5G viel schnellerer Datenaustausch in Echtzeit möglich ist, eröffnet etwa für die Notfallmedizin, bei Katastropheneinsätzen aber auch für Industrie, Landwirtschaft, Verkehr oder Transportwesen neue Möglichkeiten, die bis heute nur mit Festnetz möglich waren. Denn weder Rettungswägen, Mähdrescher, Busse oder Güterzüge können mit Glasfaser an das Datennetz angeschlossen werden, dazu braucht es Mobilfunk mit 5G."

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