Hinter einem Häuptling stehen immer viele Indianer

AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer und Siegfried Wambacher, Leiter der AK-Bezirksstelle Ried.
  • AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer und Siegfried Wambacher, Leiter der AK-Bezirksstelle Ried.
  • Foto: BRS
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

RIED. "Österreich ist abgesandelt", sagte der damalige Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl vor zwei Jahren. Diese Aussage und die darauf folgende negative Stimmung und Berichterstattung will die Arbeiterkammer nicht auf sich und den Arbeitnehmern sitzen lassen. Im Rahmen einer Pressekonferenz mit AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer und dem Leiter der AK-Bezirksstelle Ried Siegfried Wambacher wurden die Leistungen der Arbeitnehmer in Oberösterreich sowie im Bezirk Ried vor den Vorhang geholt. 

Fundament für den Erfolg

"Im Jahr 2017 haben die 650.000 Beschäftigten in unserem Bundesland mehr als eine Milliarde Arbeitsstunden erbracht. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Wertschöpfung beträgt 93.000 Euro. Viele arbeiten nachts oder an Sonntagen. Viele pendeln. Mit ihrer Leistung legen die Arbeitnehmer den Grundstein für den aktuellen Wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe, denn hinter einem Häuptling stehen immer viele Indianer", so Kalliauer.  Und weiter: "Wir wollen auch mit dem Vorurteil aufräumen, dass sich Arbeitslose in einer Komfortzone ausruhen. Die Arbeitslosenstatistiken sprechen eine andere Sprache." Auch in Sachen Erfindergeist bilden laut Arbeiterkammer die Arbeitnehmer das Fundament. "Die Innovationskraft vieler Betriebe kommt nicht von den Unternehmern, sondern von den Arbeitnehmern", betont Kalliauer.

Zahlen und Fakten aus dem Bezirk Ried

Zahlen aus dem Bezirk Ried hat Siegfried Wambacher parat. "Die Beschäftigten im Bezirk Ried arbeiten vorwiegend in den zwei Bereichen Produktion und Dienstleistung! Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 4,7%. Zwei Drittel der  Arbeitslosen haben innerhalb von drei Monaten nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses wieder einen Job!" Dabei müssen 28,6% der Arbeitnehmer zu ihrer Arbeitsstätte aus dem Bezirk auspendeln.
"Die Wertschöpfung beträgt im Bezirk Ried mit 62.000 Euro. Ziehet man davon die durchschnittlichen Personalkosten ab, bleiben dem Unternehmen jährlich immer noch 11.000 Euro pro Mitarbeiter", erklärt Wambacher, der anfügt: "Von ihren 900 Millionen Euro Gesamteinkommen zahlen die Rieder Beschäftigten fast 123 Millionen Euro an Lohnsteuer und weitere 146 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen".
Auch der Erfindergeist der Rieder kann sich sehen lassen. "2017 gab es 56 Erfindungsanmeldungen. Die Firma Fill in Gurten ist mit 25 Anmeldungen sogar Österreichweit unter den Top-Ten", so Wambacher.

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