Stadt Ried im Innkreis
Kaltes Wetter sorgt heuer für weniger Honig

Stadtimker Fran Mairinger.
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  • Stadtimker Fran Mairinger.
  • Foto: Mairinger
  • hochgeladen von Lisa Nagl

Urbanes Imkern ist voll im Trend. Tausende neue "Stadtbewohner" zogen in den letzten Jahren nach Ried.

RIED (nagl). Mit eigenem Logo und geschützter Marke hat die SPÖ Ried 2019 den ersten Rieder Stadthonig auf den Markt gebracht. "Wir stellen diese Marke allen Imkern, die ihre Bienen in Ried halten und ökologisch Honig produzieren, kostenlos zur Verfügung", so Stadtrat Peter Stummer. Wer sich für dieses Angebot interessiert, kann sich bei Franz Mairinger unter 0699/81289517 melden. Der Sportwissenschafter hat sich beruflich auf die Imkerei konzentriert und betreibt seit 2011 mit großem Erfolg urbanes Imkern in Wien. Ein wesentliches Kennzeichen seiner Imkerei ist die artgerechte Bienenhaltung, in der die natürlichen Bedürfnisse der Tiere einen großen Stellenwert einnehmen, was sich positiv auf deren Gesundheit auswirkt.

Wichtig ist dabei auch, dass den Bienen ein Anteil ihres produzierten Honigs für die Überwinterung überlassen wird. "Die Bienen bereiten sich schon seit einiger Zeit für den Winter vor. Es wird kühler und ruhiger, als Imker muss man jetzt aufpassen, dass die Völker genug Futtervorräte für den Winter haben. Ich lasse ihnen einiges an Honig für den Winter und ergänze mit Bio-Zuckerwasser", erklärt Mairinger. Wichtig ist auch, dass der Befall mit der Varoamilbe in Grenzen gehalten wird. Sie ist der Hauptschädling und überträgt Viren, die die Biene schwächen. "Ich gehe mit natürlichen organischen Säuren dagegen vor, achte aber generell darauf, dass die Bienen ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen können und dadurch vital bleiben."

Spärliche Honigernte

Die neuesten "Stadtbewohner" sind auf den Dächern der Weberzeile und der Raiffeisenbank Region Ried zu finden. Dort konnte Mairinger heuer bereits das erste Mal Honig ernten. Laut ihm war die Honigernte dieses Jahr aber deutlich unter dem üblichen Jahresdurchschnitt von 25 bis 30 Kilogramm pro Bienenvolk. "Der Grund ist, dass der Mai heuer sehr kühl und verregnet war, und die Pflanzen daher wenig Nektar abgaben. Die Bienen konnten also nicht viel sammeln. Der Mai ist in vielen Regionen neben dem Juni der wichtigste Monat, was die Blütenhonigproduktion angeht, weil da am meisten blüht." Den Großteil des Honigs vertreibt Mairinger direkt über die Partner, bei denen die Stöcke stehen. Den Rest verkauft er privat. Die Nachfrage an Honig kann er dabei schon länger nicht mehr decken. "Seit einigen Jahren gibt es einen starken Zulauf zur Imkerei. Sehr viele Menschen fangen mit dem Imkern an und viele Konsumenten kaufen nur noch bei bekannten Imkern ein. Ich bin meist vor Weihnachten schon ausverkauft."

Bienestöcke des Jugendrotkreuz Ried

Zu den aktuell sechs Bienenständen im Stadtgebiet gesellen sich nächstes Jahr noch weitere fleißige Arbeiter dazu. Das Jugendrotkreuz Ried hat bei der "mission humanity"-Aktion des Oberösterreichischen Roten Kreuzes den ersten Platz belegt. Ihr Projekt: die „HumaniBees“. Sie bauten Bienenstöcke und legten eine Blumenwiese an, um Bienenvölkern Obdach und Nahrung zu sichern. Nun kann es das Team kaum mehr erwarten, bis die „HumaniBees“ einziehen. Mit „mission humanity“ will das Oberösterreichische Rote Kreuz junge Menschen in ihrer Entwicklung fördern und sie gleichzeitig darin bestärken, Verantwortung zu übernehmen.


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