Baureportage Tumeltsham
Neues Gemeindeamt – Neubau statt Sanierung

Bürgermeister Erwin Diermayr, Amtsleiter Klaus Peter Waldenberger, Bettina Herndlbauer, Aloisia Brandner, Belinda Spitzlinger und Dominik Schusterbauer beim einladenden Bürgerservice.
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  • Bürgermeister Erwin Diermayr, Amtsleiter Klaus Peter Waldenberger, Bettina Herndlbauer, Aloisia Brandner, Belinda Spitzlinger und Dominik Schusterbauer beim einladenden Bürgerservice.
  • Foto: Gemeinde Tumeltsham
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In einer Bauzeit von nur einem Jahr wurde das neue Gemeindeamt von Tumeltsham errichtet. Hier fühlen sich Bürger und Mitarbeiter sehr wohl.

TUMELTSHAM. Da im langgedienten Gemeindeamt von Tumeltsham das Platzproblem immer größer wurde, wurde auch der Wunsch nach einem neuen Gebäude immer größer: "Wir haben uns auch die Möglichkeit, das bestehende Gemeindeamt zu sanieren, angeschaut. Der Einbau eines Lifts für die Barrierefreiheit wäre hier aber schwierig gewesen. Auch innen hätten wir extrem viel umreissen müssen. Herr Pollhammer, der beim Land Oberösterreich für Kommunalbauvorhaben zuständig ist, hat ebenfalls einen Neubau bevorzugt", berichtet Bürgermeister Erwin Diermayr. So kam es 2014 zum Ankauf eines 2600 Quadratmeter großen Grundstückes direkt neben dem bestehenden Gemeindeamt. Mit der konkreten Planung wurde 2015 begonnen. 2016 wurde das ehemalige landwirtschaftliche Gebäude, das sich auf diesem Grundstück befand, abgerissen und der Platz beim Bezirksmusikfest 2016 genutzt. Der Baubeginn für das neue Gemeindeamt erfolgte am 5. März 2019, ein Jahr später erfolgte der Einzug. "Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch die Straße Richtung Volksschule verlegt und die Ortsdurchfahrt adaptiert. Besonders schön wird auch der Ortsplatz, der nun neben dem Gemeindeamt entsteht", so Diermayr.

Geräumig, hell und sehr einladend

Rechts im Erdgeschoss des neuen Gemeindeamtes befinden sich neben der Bürgerservicestelle auch die Büros von Bürgermeister Erwin Diermayr, Amtsleiter Klaus Peter Waldenberger sowie der Bau- und der Finanzabteilung. Ein Besprechungsraum, ein Sozialraum samt Küche sowie ein Kopierraum sind ebenfalls hier zu finden. "Da wir nun viel mehr Platz haben, können wir mit 1. April auch einen Lehrling bei uns begrüßen", so Diermayr. Auf der linken Seite sind der große und hohe Gemeindesaal samt Galerie und Küchenzeile, die Toilettanlagen und auch zwei öffentliche Toiletten untergebracht. "Durch diese räumliche Trennung kann der Saal samt Sanitäranlagen auch für öffentliche Veranstaltungen außerhalb der Öffnungszeiten der Gemeinde genutzt werden", so Diermayr.

Chancen für Tagesbetreuungszentrum stehen gut

Der erste Stock befindet sich noch in Rohbau-Zustand. "Die Chancen, dass hier das Rote Kreuz eine 12-Stunden-Tagespflege für ältere Menschen anbieten wird, stehen gut", so Diermayr. Josef Frauscher, Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuzes Ried, pflichtet bei: "Das Tagesbetreuungszentrum wurde bei der Sozialabteilung des Landes Oberösterreich eingereicht. Ich bin optimistisch, dass wir das Projekt realisieren dürfen!" Jeweils zwölf Senioren mit Pflegestufe eins bis drei könnten hier an variablen Tagen betreut und gepflegt werden. Die Kosten richten sich nach Einkommen und Pflegestufe. "Gegen einen Kostenbeitrag würden wir die Senioren auch abholen und heimbringen. Ich bin sicher, dass dieses Angebot eine Möglichkeit ist, wie wir zur Lösung unseres Pflegeproblems beitragen können", so Frauscher. Vor dem Projekt Tagespflege verfolgte die Gemeinde den Wunsch, dass sich im ersten Stock ein Arzt ansiedelt. "Wir möchten in Tumeltsham immer noch einen Arzt. Platz für eine Praxis oder auch Gruppenpraxis schaffen wir im Gebäude, dass dreigeschossig neben unserem Betreubaren Wohnen errichtet wird", so Diermayr. Beheizt wird das neue Gemeindeamt, das überall über Fußbodenheizung verfügt, mittels Erdwärme. "Unseren Strom erzeugen wir selber mit unserer Photovoltaik-Anlage. Mit einer E-Ladestation leisten wir einen weiteren ökologischen Beitrag", so Diermayr. Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen drei Millionen Euro. "Das Gemeindeamt alleine, also das Erdgeschoß und der Gemeindesaal, kostet rund 1,5 Millionen Euro. Vom Land Oberösterreich bekommen wir von diesem Betrag 22 Prozent gefördert. Das sind zirka 300.000 Euro. Den Rest müssen wir selber stemmen", so der Bürgermeister.

Autor:

Bernadette Wiesbauer aus Ried

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