Leserbrief von Emma Großbötzl an Wolfgang Fellner
"Sie haben unsere Gemeinschaft in grausames, nationalsozialistisches Licht gerückt!"

Mitglieder des ÖTB Turnvereins Ried vor der Rieder Jahnturnhalle.
  • Mitglieder des ÖTB Turnvereins Ried vor der Rieder Jahnturnhalle.
  • Foto: Archivfoto: Turnverein Ried 1848
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

Leserbrief von Emma Großbötzl über die Aussage von  Wolfgang Fellner über die Rieder Jahnturnhalle.

Heute spricht nicht „Österreich“, sondern heute spreche ich, eine Riederin und ein Mitglied des Rieder Turnvereins, von etwas, das „mich“ wirklich bewegt. Da Sie – sehr geehrter Herr Fellner – so kritisch sind und ich doch annehmen darf, dass seriöse Fakten sehr wesentlich für Sie sind, fühle ich mich gezwungen, Ihnen einen „winzigen“ Fehler vor Augen zu führen.
Wenn ich Ihnen „unparteiisch“, wie Sie das doch behaupten zu sein, den Sachverhalt Ihrer äußerst prekären Lage, in die Sie sich gebracht haben, schildern darf: Am Montagabend haben Sie auf Oe24.tv für die bevorstehende Aschermittwoch-Veranstaltungen der FPÖ „propagandistisches Werbungsgeplänkel“ betrieben. Wenn ich Ihnen hierzu Ihre Worte wieder kurz ins Gedächtnis rufen darf: „Um 19 Uhr werden die beiden in die Arena ziehen. Der Herr Hofer in Ried in die ... was i wos ... Adolf-Hitler-Halle, oder wie heißt das dort?“. Mit der „Adolf-Hitler-Halle“ haben Sie sich irrtümlicher Weise in Ihren ach so seriösen Fakten verhaspelt, denn dabei ist Ihnen, sehr zu meinem Bedauern, ein „winziger“ Fehler unterlaufen.

Wie Sie bereits durch viele Reaktionen wissen dürften, handelt es sich dabei um die JAHNTURNHALLE – um wirklich kritisch zu sein. Diese untergriffige Bezeichnung unserer Halle ist nicht nur eine bodenlose Frechheit und eine Schande, sondern zeugt auch von Ihrer „Seriosität“. Bevor Sie Behauptungen aufstellen, von denen Sie nur mangelndes Wissen haben, rate ich Ihnen, wie es von wirklich kritischen Journalisten erwartet wird, genauestens Recherche zu betreiben. Da es offensichtlich dafür zu spät ist, werde ich Ihnen gerne weiterhelfen: Die JAHNTURNHALLE ist ein Ort, an dem die Gemeinschaft gestärkt wird und unzertrennliche, interkulturelle Freundschaften entstehen. Wer diesem gesellschaftlichen Entwicklungsprozess entgegenwirkt, bewegt sich heutzutage auf ganz dünnem Eis. Solche populistischen und unüberlegten Aussagen haben in einer gebildeten Gesellschaft keinen Platz.

Sportzentrum für Jung und Alt

Unsere Halle ist ein Sportzentrum für Jung und Alt: Vom Kleinkinderturnen – geleitet von unserem ausgezeichneten, rumänischen Trainer mit Unterstützung von vielen ehrenamtlichen Vorturnerinnen und Vorturnern – bis hin zu den Jugend- und Erwachsenenturnstunden. Nicht zu vergessen das beliebte Kursprogramm, welches von zahlreichen Riederinnen und Riedern aller Couleur täglich in Anspruch genommen wird. Außerdem ist unsere JAHNTURNHALLE zugleich ein Veranstaltungsort für Konzerte, Trainings- und Musiklager, Bälle und vieles mehr. Durch diese Vielfalt ist sie zu einem unparteiischen Treffpunkt der Stadt Ried geworden. Deshalb finde ich es höchst abwertend und grotesk, wenn ein angeblich „unabhängiger, unparteiischer und vor allem wirklich kritischer“ Journalist und Medienmacher eine solch unseriöse Behauptung in den Raum stellt und damit unseren Verein bzw. unsere Gemeinschaft in ein derartig grausames und nationalsozialistisches Licht rückt. Als unabdingbare Wiedergutmachung dieses unverzeihlichen Rufmordes verlange ich eine öffentliche Entschuldigung und ein Statement von Ihnen – dem „unabhängigen, unparteiischen und – bitte ich möchte betonen – wirklich kritischen“ Herrn Wolfgang Fellner!“

Emma Großbötzl
Schülerin, Ried im Innkreis

Autor:

Bernadette Wiesbauer aus Ried

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



2 Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft

Corona-Krise gemeinsam meistern
Hilfe vor Ort mit dem österreichweiten Netzwerk #schautaufeinander

In Ausnahmesituationen wie diesen stehen die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Regionalmedien unterstützen dies in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs mit dem Netzwerk #schautaufeinander. Hier könnt Ihr Dienste suchen oder anbieten, die uns gemeinsam durch diese Krisenzeiten helfen. Du suchst jemanden, der/die notwendige Lebensmittel nach Hause liefert? Du willst dich in deiner Nachbarschaft nützlich machen, oder gibst online Nachhilfe? Dann poste doch deinen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen