Beinahe-Blackout in Europa
Zivilschutz fordert mehr Eigenvorsorge

Wenn das Licht ausgeht, ist es zu spät.
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Die Gefahr eines europaweiten Stromausfalls ist real. Erst Anfang Jänner schrammte der Kontinent nur knapp an einer Katastrophe vorbei. "Der Vorfall zeigt wieder, wie wichtig es ist, sich auf Katastrophenfälle wie einen Blackout vorzubereiten", sagt Zivilschutz-Bezirksleiterin Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer. Hans Peter Hochhold, Bürgermeister aus St. Martin im Innkreis, glaubt, dass seine Gemeinde für den Ernstfall gut gerüstet ist.

RIED/ST.MARTIN IM INNKREIS. Am Freitag, 8. Jänner 2021, schrammte Europa nur knapp an einem Blackout vorbei – es wurde eine massive Störung des europäischen Stromnetzes verzeichnet. LautAustrian Power Grid (APG) kam es dabei zu einer zu einer Frequenzabweichung. Um solch ein großflächigen und längerfristigen Stromausfall zu verhindern, wurden in ganz Europa kurzfristig einzelne Kraftwerke hochgefahren. Nur dadurch konnte eine weitere Eskalation verhindert werden. Ein Blackout verursacht Chaos! Kein Telefon, keine Heizung, kein Kühlschrank – auch die Klospülung funktioniert nicht. Bankomaten und Ampeln fallen aus. Der totale Stromausfall kann nicht nur eine Region, sondern ganz Österreich oder Europa erreichen. Die Folgen einer lahmgelegten Infrastruktur wären fatal. Die Gründe dafür: Naturkatastrophen, Netzüberlastung oder Hackerangriffe Ein österreichweiter 24-stündiger Blackout hätte auch einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden zur Folge: 1,18 Milliarden Euro berechnen Experten.

„Die Gemeinde ist vorbereitet“

„Seit dem Zeitpunkt, wo diese Störung publik wurde, stehen die Telefone beim OÖ Zivilschutz nicht mehr still. Natürlich ist es gut, wenn sich die Bürger jetzt informieren wollen, generell sagen wir jedoch, dass es eigentlich zu spät ist, die Bevölkerung hätte sich schon früher informieren und vor allem vorsorgen sollen“, erklärt Zivilschutz-Bezirksleiterin Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer. St. Martins Bürgermeister Hans Peter Hochhold sieht seine Gemeinde gut vorbereitet: "In St. Martin haben wir ein Notstromaggregat, um im Notfall die Wasserversorgung aufrechterhalten. Weiters gibt es auf dem Musikschulgebäude eine Photovoltaikanlage, wodurch dieses als Leuchtturm benutzt werden könnte." Vorräte für einen 14-tägigen Stromausfall wird jedem empfohlen, nur jeder Zehnte Österreicher ist auf so ein Szenario vorbereitet.

Infos, Tipps und empfohlene Vorräte.

Buchtipp zum Thema:
Blackout: Morgen ist es zu spät! 
Autor: Marc Elsberg

Bisherige Blackouts in Europa:
23. Dezember 2015: Ukraine
In 103 Städten waren Hunderttausende Menschen stundenlang ohne Strom. Als Grund wird ein Hackerangriff vermutet.
31. März 2015: Türkei
Knapp 80 Millionen Menschen mussten stundenlang ohne elektrische Energie auskommen. Hier wurde ein Cyberangriff vermutet.
4. November 2006: Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Spanien:
Ein nicht ausreichend kommunizierte Abschaltung von Hochspannungsleitungen im deutschen Niedersachsen löste eine Kettenreaktion aus. 15 Millionen Menschen waren zwei Stunden ohne Strom.
1978: Bezirk Ried, extreme Wettererscheinungen:
1978/79 hatte Ried aufgrund von Schneedruck länger keinen Strom.

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