"Ich bin einer, der die Dinge anpackt"

Jochen Danninger
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BezirksRundschau: Mit der Ernennung zum Staatssekretär für Finanzen gelangte Ihre Person in den Mittelpunkt öffentlichen Interesses. Wie hat sich Ihr Alltag seither verändert?
Jochen Danninger:
Als Kabinettchef des Vizekanzlers war ich bisher schon an allen wichtigen Entscheidungen involviert. Mit der Ernennung zum Staatssekretär im Finanzministerium wurde mir eine verantwortungsvolle Aufgabe übertragen. Neu ist für mich vor allem die mediale Aufmerksamkeit.

Wie sieht Ihr Aufgabenbereich, Ihr beruflicher Alltag aus?
Zum einen stehe ich dem Finanzminister bei seiner Arbeit im Ministerium unterstützend zur Seite. Hier haben wir uns Einiges vorgenommen, zum Beispiel ab 2016 keine neuen Schulden mehr zu machen. Einzigartig in der österreichischen Geschichte! Zum anderen bin ich für die gesamte Koordination der Regierungsarbeit auf ÖVP-Seite verantwortlich. Das heißt, ich werde sorgfältig darauf schauen, dass das Regierungsprogramm mit der SPÖ Punkt für Punkt abgearbeitet wird und wann wir welche Projekte in Angriff nehmen.

Finanzstaatssekretär ist ein Fulltime-Job. Wie bringen Sie als Vater zweier Kinder Familie und Beruf unter einen Hut?
Ich bin durch und durch ein Familienmensch. Meine Familie ist mit der Politik groß geworden. Speziell die Wochenenden stehen bei mir ganz im Zeichen meiner Frau und meiner zwei Töchter. Familie und Beruf ist durchaus vereinbar. Ich bringe jeden Tag meine Kinder in die Schule bzw. in den Kindergarten und versuche so oft wie möglich vor dem Schlafengehen meiner Kleinen zu Hause zu sein, was mir in letzter Zeit leider nicht oft gelungen ist.

Sie gelten als ruhig und besonnen, werden oft als "Schatten" von Michael Spindelegger bezeichnet. Wie sehr können Sie sich damit identifizieren?
Ich bin einer, der die Dinge anpackt und das Land ein Stück weiterbringen möchte. Das war bisher so und wird auch in meiner neuen Funktion so sein. Und das auf meine ganz persönliche Art: ruhig, sachlich und lösungsorientiert.

Wie oft sind Sie noch im Innviertel anzutreffen?
Der Bezug zu meinen Wurzeln ist ein ganz besonderer. So sehr ich in Wien gerne arbeite, hat das Innviertel dennoch einen besonderen Stellenwert. Deshalb versuche ich so oft wie möglich hier zu sein. Familie, Verwandtschaft, Freunde und vor allem Erinnerungen an meine Kindheit und Schulzeit verbinden mich mit meiner Heimat.

Büroleiter des damaligen Nationalratspräsidenten Andreas Khol, Kabinettchef des Vizekanzlers und jetzt Finanzstaatssekretär. Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Ich bin kein Hellseher, aber eines würde mich in zehn Jahren schon freuen: Wenn unsere Finanzpolitik – nämlich keine neuen Schulden zu machen – zur Normalität geworden ist und die kommenden Generationen keine große Last mehr zu tragen haben.

Autor:

Linda Lenzenweger aus Braunau

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