Kopfläuse, Behandlung
Kopflausbefall - so ist es "Aus für die lästige Laus"

Kinder sind aufgrund ihres häufigen Körperkontakts beim Spielen nicht vor Ansteckung mit Kopfläusen gefeit
  • Kinder sind aufgrund ihres häufigen Körperkontakts beim Spielen nicht vor Ansteckung mit Kopfläusen gefeit
  • Foto: Herby Herbert Me/Fotolia
  • hochgeladen von Tamara Zopf

BEZIRK (tazo). Sie sind lästig aber nicht gefährlich. Erwachsene Kopfläuse sind etwa drei Millimeter lange, graue oder hellbraune Insekten mit abgeflachtem Körper und sechs Beinen. Mit ihren Klauen an den Beinen können sie sich gut an den Haaren festhalten und flink krabbeln, jedoch nicht springen oder fliegen. Die Läuse ernähren sich vom Blut des Menschen – mittels ihres Saugrüssels stechen Sie mehrmals pro Tag zu. Läuse treten trotz bester Hygiene auf. Auch regelmäßiges Haare waschen vertreibt sie nicht.

Symptome ernst nehmen

"Erstes Anzeichen für einen Befall ist in erster Linie ungewöhnlich starker Juckreiz oder Krusten, meist am Hinterkopf. Eine Lupe sowie die systematische Untersuchung der Kopfbehaarung erleichtert das Auffinden der Läuse. Leitmerkmale sind die Eier der Läuse, die in Form von kleinen, ovalen Nissen in schrägem Winkel an die Haarschäfte geklebt werden", erklärt Bettina Kobler, Apothekerin in der Riedberg Apotheke in Ried. Die Übertragung erfolgt meist nur von Kopf zu Kopf durch direkten Kontakt mit einem befallenen Menschen. Eine Übertragung über Mützen oder Kopfkissen ist unwahrscheinlich, da die Läuse ohne Kontakt zum Menschen sehr schnell absterben.

Kinder besonders gefährdet

Besonders häufig werden die Läuse in Kindergärten und Schulen weitergegeben. Zur natürlichen Behandlung stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung. Zudem gibt es synthetische Insektizide, welche zumeist auf das Nervensystem der erwachsenen Laus wirken. "Wenn in der Umgebung bereits bekannt ist, dass Läuse im Umlauf sind, soll regelmäßig untersucht werden. Um Läuse festzustellen müssen Haare und Kopfhaut genau kontrolliert werden. Dazu am Besten das Haar scheiteln und Strähnenweise durchschauen. Wichtig sind vor allem die Bereiche hinter den Ohren und an Schläfen sowie Nacken. Dort siedeln sie sich gerne an", so Kobler.

Gründlichkeit ist das A und O

Kämme und Haarbürsten sollten gut gereinigt werden. Mützen, Kopfkissen und Stofftiere, die bald wieder verwendet werden sollen, sollten gewaschen oder für 24 Stunden ins Tiefkühlfach gelegt werden. "Nach gründlicher Behandlung darf das Kind wieder Kindergarten und Schule besuchen. Es empfiehlt sich aber, in den folgenden Wochen den Kopf immer wieder zu kontrollieren."

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