Ewald Brenner
„Andere hatten vielleicht die besseren Kicker, aber unser Teamspirit war grandios“

Lange ist es her: Ewald Brenner im Trainingsshirt der SV Ried.
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  • Lange ist es her: Ewald Brenner im Trainingsshirt der SV Ried.
  • Foto: Ewald Brenner
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RIED (mafr). Am Sonntag, 29. Mai 2011, feierten rund 11.000 SV Ried-Fans in Wien den 2:0 Sieg gegen Austria Lustenau und somit auch den Pokalsieg. Mittendrin war der damals 36-jährige Ewald Brenner. Der Allrounder auf der rechten Seite spielte von 2004 bis 2011 in Ried. Im ersten Teil unserer vierteiligen Interview-Reihe spricht der heute 45-Jährige, der in Marchtrenk lebt, über das Spiel und die Zeit danach.

Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an den 29. Mai 2011 zurückdenken?
Ewald Brenner: Ein extrem emotionaler Tag für mich. Es war nicht nur mein letztes Spiel für die SV Ried, sondern auch mein letztes als Profi.

Wie haben Sie den 2:0 Sieg, bei dem Sie 90 Minuten am Feld standen, in Erinnerung?

Es war ein sehr enges Spiel, beide Seiten wirkten sehr nervös. Die Chance einen Titel zu gewinnen, lähmte beide Mannschaften ein bisschen. Die Stimmung im Stadion hingegen war ausgelassen und grandios.

Die Euphorie in Ried war ja bereits in der Woche vor dem Finale enorm. Haben das die Spieler im Vorfeld mitbekommen und wie motivierend war es, wenn mehr oder weniger, die ganze Stadt beim Spiel live vor Ort ist?

Was damals auf die Beine gestellt wurde war einzigartig und beeindruckend. Was die Fans und der Verein damals organisiert und veranstaltet haben, machte den Tag unvergesslich für uns. Im Vorfeld verspürte man als Spieler etwas Druck, aber dieser wirkte sich positiv und motivierend aus.

Wo wurde danach gefeiert und wie viele Partynächte wurden es am Ende?

Am Stadtplatz gab es ja den tollen Empfang. Die Stimmung war auch dort ziemlich genial. Natürlich haben wir gefeiert, aber es war auch so, dass zehn Tage später wieder die Saisonvorbereitung begann. Tagelanges feiern wäre hier eher kontraproduktiv gewesen. Aber keine Frage, wir haben auch gut feiern können. Nach dem Aufstieg 2005, und auch später nach dem Vize-Meistertitel, welcher für Rieder Verhältnisse eigentlich ein Meistertitel war, waren die Spieler, aber auch viele Verantwortliche des Vereins, gemeinsam auf Mallorca.

Die SV Ried hat in dieser Saison nicht nur den Cupsieg, sondern auch den vierten Platz in der Bundesliga feiern dürfen. Warum lief es in dieser Saison so gut?
In all den Jahren wo ich in Ried war, war das Mannschaftsklima absolut in Ordnung. Natürlich hat es untereinander mal gekracht, aber es konnte offen über alles gesprochen werden. Andere Vereine hatten vielleicht in Summe mehr Qualität, allerdings war das Miteinander unser größter Trumpf. Es entstanden viele Freundschaften. Dafür steht Ried für mich! Der Verein blieb stets bodenständig und man verstand es, sich selbst richtig einzuschätzen.

Danach beendeten Sie Ihre Profi-Karriere. Wie ging es danach für Sie weiter und was machen Sie heute beruflich?
Mein Vertrag wurde damals nicht verlängert, somit begann für mich der der Weg in die „normale“ Arbeitswelt. 2014 wurde ich unter Oliver Glasner Co-Trainer in Ried. Bis 2020 arbeitete ich, auch während meiner Zeit als Rieder Co-Trainer, bei der Firma Bauträger in Dietach. Die SV Ried plagten in meiner Zeit im Trainerstab finanzielle Schwierigkeiten, daher wechselte ich fix zurück in die Privatwirtschaft. Bis Ende 2020 war ich noch bei meinem Stammverein Viktoria Marchtrenk aktiv, seit 2021 bin ich selbstständig und nicht mehr in der Fußballwelt zu Hause.

Wie sehr verfolgen Sie heute noch die Spiele von Ried?
Natürlich schaue ich noch Spiele der SVR, weil ich ja auch noch gute Kontakte nach Ried habe. Ich wünsche Ried nur das Beste und war von Beginn an zuversichtlich, dass die Klasse gehalten wird. Wichtig ist es, aus den Fehlern zu lernen. Die Zeiten haben sich geändert. Viele Vereine haben sich weiterentwickelt, daher ist auch der Abstiegskampf so spannend.

Artikel über "Doppelpacker" Markus Hammerer aus dem Jahr 2019.
Teil 2: Daniel Steininger
Teil 3: Stefan Reiter
Teil 4: Paul Gludovatz (folgt)

Lange ist es her: Ewald Brenner im Trainingsshirt der SV Ried.
Vor rund zehn Jahren: Ewald Brenner mit seinem Sohn.
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