"Mein Ziel sind die Top 3 in der Staatsmeisterschaft"

Manuel Bermanschläger will 2018 in die Top 3 in der Staatsmeisterschaft.
  • Manuel Bermanschläger will 2018 in die Top 3 in der Staatsmeisterschaft.
  • Foto: Melanie Laebe
  • hochgeladen von Eva Berger

Sechster Platz in der Österreichischen Motocross-Meisterschaft: Sind Sie mit der Saison zufrieden?
Die Saison war nicht schlecht. Natürlich ist bei Platz 6 noch etwas Luft nach oben. Nach einem verletzungsbedingten Ausfall bin ich aber grundsätzlich sehr zufrieden mit meiner Leistung. 

Welches Rennen war für Sie persönlich der größte Erfolg?
Das drittletzte Rennen in Großhöflein war defintiv mein Bestes. Es war das erste Rennen nach meiner Verletzungspause, bei dem ich wieder in einer Form war, die Sinn macht. Zwei konstante Läufe unter den ersten Fünf zu schaffen – das ist ein Ziel, das ich mir die ganze Saison über stecke. In diesem Rennen ist es mir wieder gelungen.

Wie lange sind Sie durch ihren Arbeitsunfall ausgefallen?
Ich war eine Woche im Krankenhaus, habe mir unter anderem das Schulterblatt zertrümmert, den Mittelfußknochen gebrochen und ein Seitenband gerissen. Verletzungen sind grundsätzlich nichts Neues für mich, aber es geht an die Substanz. Viel spielt sich auch im Kopf ab. Aber meist vergehen nur wenige Stunden und ich bin wieder am Schmieden neuer Pläne, wie es weitergehen soll. Ich stecke mir neue Ziele und fokussiere sie.

Was sind Ihre Stärken auf der Strecke?
Ich bin ein sehr körperlicher Fahrer. Erst mit 16 Jahren habe ich mit dem Motocrossen begonnen. Ich habe kein Talent in die Wiege gelegt bekommen, sondern arbeite hart und mit viel Ehrgeiz an meinen Erfolgen. Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, lasse ich mich nicht leicht aus dem Konzept bringen.

Wie halten Sie sich denn fit?
Von November bis März halte ich mich an meinen täglichen Trainingsplan, der sehr strukturiert ist. Je nach Arbeitszeiten trainiere ich bis zu zweimal täglich. Es geht um Grundlagen, Ausdauer, Kraft aber auch Spritzigkeit.

Haben Sie ein Vorbild im Motocross-Sport?
Ich ziehe meinen Hut vor Erwin Machtlinger. Er hat sportlich gewaltig viel geschafft und ist nicht nur für mich ein Vorbild. Und: er ist auch Taiskirchner. Vielleicht haben wir das Motocross-Gen ja im Blut (lacht). Aber so fahren und trainieren zu wollen, wie jemand anderer, ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Jeder muss eine Linie, einen Stil finden, der zu ihm passt.

Wer gibt Ihnen Feedback nach einem Rennen? Gibt es einen Coach oder Trainer? 
Die Struktur in diesem Sport musst du dir selber machen. Ein Coach ist quasi unleistbar. Mein Physiotherapeut Martin Opferkuch erstellt mit mir die Trainingspläne für den Winter. Ein ehemaliger Arbeitskollegen gibt mir gelegentlich Tipps. Wichtig ist, ehrlich zu sich zu sein und sich selbst zu reflektieren. Ich frage auch gerne Zuschauer, die sich in der Materie auskennen. Sie beobachten viele Fahrer in der gleichen Passage und können gutes Feedback geben.

Sie nehmen auch internationalen Rennen teil – gibt es da Erfolge zu holen?
Internationale Rennen sind dazu da, um auszuloten, wo ich gerade stehe. Punkte sind dort keine zu holen. Die Konkurrenz ist zu groß. Aber ich nehme von diesen Rennen sehr viele Erfahrungen mit. Sich bei einem guten Fahrer anhängen, ihm – wenn auch nur für eine halbe Runde – auf den Fersen bleiben, und von den Profis lernen. Dafür zahlen sich die fünf bis sechs internationalen Rennen definitiv aus. 

Die Saison ist beendet – wie lange bleibt das Moped in der Garage?
Zwei Wochen pausiere ich komplett mit dem Training. Und auf der Motocross sitze ich ganze zwei Monate nicht – diese Auszeit brauche ich. Seit Dezember bin ich wieder voll und ganz im Training. Ungarn, Italien, Spanien – wir sind bis März viel unterwegs. Diese Vorbereitung auf die Saison wäre ohne Sponsoren und Gönner gar nicht möglich. Da bin ich echt dankbar, viel Unterstützung zu bekommen.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Mein Ziel ist das Podium. Unter den Top 3 in Österreich zu sein wäre mein Plan in der nächsten Saison. Zuerst heißt es aber gut über den Winter kommen und vor allem verletzungsfrei bleiben.

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