SVR bezieht Stellung
"Wir können jeden Kritikpunkt mit Fakten entkräften"

Karl Wagner (Organisationsvorstand SV Ried), Roland Daxl (Finanzvorstand SV Ried) und Herwig Pernsteiner (Vorstandsvorsitzender ISG).
  • Karl Wagner (Organisationsvorstand SV Ried), Roland Daxl (Finanzvorstand SV Ried) und Herwig Pernsteiner (Vorstandsvorsitzender ISG).
  • Foto: BRS
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

RIED (wie). 2018 war für die SV Ried sowohl sportlich als auch medial gesehen kein prickelndes Jahr. Es gab zahlreiche Anschuldigungen, die von Misswirtschaft über Ungereimtheiten bei Auftragsvergaben bis hin zu widriger Verwendung von Landesfördergeldern reichten. Nun legten SVR-Finanzvorstand Roland Daxl, Organisationsvorstand Karl Wagner und Herwig Pernsteiner, Vorstandvorsitzender der ISG, ihre Fakten auf den Tisch.
„Nach Sichtung aller notwendigen Unterlagen steht zweifelsfrei fest, dass sämtliche Anschuldigungen zu Unrecht erhoben wurden und jeder einzelne Kritikpunkt mit Fakten entkräftet werden kann",  so Finanzvorstand Roland Daxl.

Zur Finanzlage 
In den vergangenen zehn Jahren konnte acht mal positiv bilanziert werden. „Für die Saison 2014/2015, in der ein Verlust erwirtschaftet wurde, trage ich keine Verantwortung. Da war im Verein ein anderer Vorstand tätig“, erklärt Daxl. Das zweite Jahr mit negativem Ergebnis war 2016/2017, das Jahr des Abstiegs aus der Bundesliga.
Das Eigenkapital des Vereins konnte seit 2009 um 1,86 Millionen Euro verbessert werden. Der derzeitige Status beläuft sich auf rund 270.000 Euro minus. „Demgegenüber stehen stille Reserven in Höhe von rund 7,95 Millionen Euro, in Form von Gebäuden, Trainingszentrum und dem Stadion. Von einer angespannteren Situation kann also keine Rede sein“, betont der Finanzvorstand.Die Bankverbindlichkeiten des Vereins inklusive aller Tochterunternehmen beliefen sich zum Jahresende 2018 auf rund 2,5 Millionen Euro. Dieser Wert wird sich im Jänner noch um eine ausstehende Förderungstranche des Landes in Höhe von 320.000 Euro verringern.  

Fördermittel
Im Jahr 2012 stellte die SV Ried an das Land ein Förderansuchen für mehrere notwendige Investitionsvorhaben. Das Gesamtvolumen betrug 6,8 Millionen Euro, das Land sagte vier Millionen Euro Fördermittel zu. Diese Fördergelder sollten in vier Tranchen à eine Million Euro in den Jahren 2014 bis 2017 ausbezahlt werden. Bis zum heutigen Tag seien 3,68 Millionen Euro geflossen, so die SVR. „Von einer kolportierten Vorauszahlung des Landes, um Liquiditätsengpässe abzufedern, kann also keine Rede sein“, meint Vorstandsmitglied Karl Wagner. Auch zum viel diskutierten Pfandrecht der Oberbank über einen Gesamtbetrag von 625.000 Euro im Jahr 2015 – damals war Daxl nicht Vorstandsmitglied – wurde Stellung bezogen: „Freilich hat es zu dieser Zeit aufgrund eines Jahresverlustes von 1,2 Millionen Euro einen Liquiditätsengpass gegeben. Letztendlich ist ein Pfandrecht aber eine durchaus übliche Form der Sicherstellung für die finanzierende Bank.“

Vergabeverfahren

Der kolportierte Vorwurf, dass es bei der Auftragsvergabe für den Bau des Trainingszentrums zu Unregelmäßigkeiten zugunsten von Vorstandsmitgliedern und Sponsoren gekommen sei, hält laut SVR ebenfalls keiner objektiven Begutachtung stand. „ Ausschreibung und Vergabeverfahren waren transparent und nachvollziehbar. Den Zuschlag erhielt der günstigste Anbieter“, so der Vorstandvorsitzende der ISG Herwig Pernsteiner, unter dessen Leitung das Vergabeverfahren erfolgte. Auch das Investitionsprojekt sei laut ISG-Chef zu den bestmöglichen Konditionen abgewickelt worden.

Neuer Wirtschaftsbeirat
Um sich für die Zukunft zu rüsten, ist ein Wirtschaftsbeirat geplant. Dieser soll strategische und unternehmerische Kompetenz aus der Region bündeln und für die SV Ried nützen. Namen wie Ernst  Mayr (Fussl), Wolfgang Rathner (Fill), Wenzel Schmidt (Schmidt Holding) und Fußballexperte Heinz Hochhauser fielen. „Wir verfolgen mit der Implementierung dieses Gremiums vor allem zwei wesentliche Ziele: Einerseits soll die Vereinsspitze auf eine breitere Basis gestellt werden. Zum anderen brauchen wir die in der Region vorhandene Kompetenz und Netzwerke, um unseren Klub bestmöglich für die Zukunft aufzustellen“, erklärt Vorstand Wagner.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen