120 Sekunden für die Idee des Jahres 2017

Christian Reich ist mit seiner Erfindung auch beim regionalen Casting dabei.
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INNVIERTEL (ebe). Oberösterreich ist erfinderisch. Das zeigt die Aktion der BezirksRundschau heuer das siebte Mal jedes Jahr aufs Neue. Denn eine ganze Menge von Tüftlern präsentiert jedes Jahr geniale Ideen, um daraus ein Geschäft zu machen. Der Vorjahressieger Hermann Schlattner aus Redlham überzeugte die Juroren seiner Innovation. Er erfand eine Getränkeverpackung, die sich bei Entnahme der Flüssigkeit zusammenzieht. So bleibt der Inhalt länger frisch und es entsteht bis zu 80 Prozent weniger Müllvolumen.
Auch heuer bekommen findige Köpfe wieder 120 Sekunden lang die Chance, ihre Idee vo einer fachkundigen Jury zu präsentieren. Wem es beim regionalen Casting gelingt, die Juroren von seiner Geschäftsidee zu überzeugen, der bekommt ein Ticket für die nächste Runde. Beim Finale in der voestalpnie Stahlwelt wird schließlich die bester Erfindung des Landes gekürt. Geschäftsführer vom Techno-Z Ried und dem Prüfzentrum CoLT, Christoph Schöndorfer, ist von der Aktion überzeugt: "Was bringt die beste Produkt- oder Business-Idee, wenn sie im Verborgenen bleibt? Nichts! Die 120 Sekunden sind die ideale Plattform für alle, die etwas daraus machen wollen. Nur so kann man die Welt verändern."

Findige Kandidaten

Beim regionalen Casting in Braunau ist übrigens auch Christian Reich mit dabei. Der junge Unternehmer gründete 2015 seine Firma Technologieengel in Ried. "Mitte 2016 begann die intensive Arbeit mit neuesten Technologien für Kunden", so Reich. Konkret arbeitet der 25-Jährige seit acht Monaten an einer besonderen Idee: Die Cloud, Augmented-und Virtual Reality und künstliche Intelligenz – In der Industrie auch als 'Industrie 4.0' bezeichnet. "Diese Entwicklung ist zu vergleichen mit jener des Autos: Stellen Sie sich vor, Sie nutzen Pferde als Transportmittel und plötzlich gibt es eine Erfindung – das Auto. Wenn Sie niemanden kennen, der Ihnen zeigt wie so ein "Auto" funktioniert, dann können Sie auch nicht davon profitieren. Die IT Technologie ist in diesem Beispiel das Auto", erklärt der Jungunternehmer im Gespräch. "Als Technologieengel will ich mit meiner Beratungsleistung den Kunden den Zugang zum Fortschritt ermöglichen."
Auch aus Schärding sind kreative Köpfe am Start. Die beiden Aegidinger Harald Mayr und Thomas Fischer kreierten "FREDI" – eine Software, die es Veranstaltern ermöglicht, Events effizienter planen, organisieren und durchführen zu können. 31 Kunden nutzen die Software bereits. Und das, obwohl sie erst jetzt im Februar offiziell startet. "Ohne dafür zu werben, sind viele schon auf FREDI gestoßen oder haben von anderen Veranstaltern davon erfahren", freuen sich Mayr und Fischer. Und wie kamen sie überhaupt auf die Idee, diese Software zu entwickeln? Das Wildsaufest war ausschlaggebend: "Gemeinsam mit Alfred Scheuringer – dem echten Fredi – sind wir seit Jahren mit der Personaldispositon betraut", berichten sie. "Nach und nach merkten wir, dass wir mit Excel-Listen organisatorisch an den Grenzen angelangt waren." So ward FREDI – Feste richtig effektiv disponieren – geboren.
Christoph Wiesner, Leiter der WKO Ried, weist auf die große Bedeutung der Aktion für die Wirtschaft hin: "Weiterentwicklung ist extrem wichtig – dazu braucht es Ideen. Die Aktion unterstützt diese Veränderung, motiviert Menschen und hilft ihnen, ihre Vorhaben umzusetzen."

Ideen gesucht:
Das Innviertel-Casting findet am Dienstag, 7. März, 18 Uhr, in der WKO Braunau statt. Infos und Anmeldung: www.meinbezirk.at/120sekunden-oö

Christian Reich ist mit seiner Erfindung auch beim regionalen Casting dabei.
Die Erfinder des FREDI - Harald Mayr und Thomas Fischer aus St. Aegidi.

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