Arbeitsmarkt: Ried widersetzt sich dem Trend

Nicht so dramatisch wie befürchtet war die Situation in der Baubranche nach dem Konkurs von Fellner Bau.
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BEZIRK (kat). Ried gehört neben Perg zu den einzigen Bezirken in Oberösterreich mit einer geringeren Arbeitslosenquote als im Vorjahr. Die Quote ist im Oktober von 4,2 Prozent im vergangenen Jahr auf aktuell 3,9 Prozent gesunken. "Mit Eferding, Freistadt oder Rohrbach gibt es neben Ried ein paar Regionen, wo es derzeit sehr gut läuft", so Klaus Jagereder, Geschäftsstellenleiter des AMS Ried.

Die Gründe für die positive Situation in Ried seien vielfältig: Regionale Kontakte, ein gut funktionierendes Jugendnetzwerk, der starke Mitarbeiter-Ausbau von FACC, eine Produktionsschule mit einer hohen Vermittlungsquote, Sozialpartner die zusammenarbeiten und innovative Unternehmen, die auf ihre Mitarbeiter schauen zählen laut Jagereder dazu. "Herausforderungen wie den demografischen Wandel kann man nur im Kleinen lösen. Im Bezirk gibt es viele Akteure, die aktiv sind und viel weiterbringen. Ein Beispiel ist die Lehrlingsmesse. Während diese bei uns bereits 14 Jahre läuft, fängt Linz gerade erst an. Ried ist ein Stück vorne", sagt der AMS-Chef.

Top bei Schulungsteilnehmern
Rechnet man Arbeitslose und Schulungsteilnehmer im Bezirk zusammen, sind derzeit 1535 Personen beim AMS vorgemerkt. "Mit einem Anteil von 33,8 Prozent sind wir bei den Schulungsteilnehmern Spitzenreiter in Oberösterreich. Wir möchten, dass jeder, der zu uns kommt, eine Ausbildung oder einen Kurs macht – das ist aber leider ein unrealistisches Ziel. Erstens ist es nicht finanzierbar und zweitens gibt es Gründe, warum ein Kursbesuch nicht sinnvoll ist", weiß Gunter Schmidhuber, stellvertretender Geschäftsstellenleiter.

Vermerkdauer niedrig
Arbeitslosen Menschen geben die Experten den Tipp, die Suche wie einen Job zu betreiben und nicht den Alltagsrhythmus zu verlieren – sei es durch eine Schulung, Bewerbungen, etc. "Wenn man aktiv bleibt, findet man meist schneller wieder einen Job. Im Bezirk Ried sind die Menschen im Schnitt 'nur' 81 Tage arbeitslos gemeldet. Auch hier sind wir Spitzenreiter – in Oberösterreich liegt der Wert bei 105 Tagen", berichtet Schmidhuber.

Keine Ausbildung
Vermehrt von Arbeitslosigkeit betroffen sind Menschen ohne Ausbildung, ohne Berufsabschluss. "Ich bin überzeugt, dass die Lehre eine der besten Ausbildungsformen ist. Jeder, der im Bezirk eine Lehrstelle sucht, findet auch eine. Schwierig wird es allerdings, wenn das Interesse nur in eine Richtung geht oder die soziale Kompetenz nicht stimmt", weiß Jagereder. Er weist zudem auf die Ausbildungsgarantie in Ried hin: "Jeder junge Mensch, der Unterstützung braucht, bekommt sie auch."

Autor:

Katrin Stockhammer aus Ried

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