Bezirk Ried: 650 Jugendliche ohne Perspektive

Rund 650 Jugendliche waren Ende August im Bezirk Ried von Ausgrenzung am Arbeitsmarkt gefährdet.
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BEZIRK RIED. Ende August 2015 waren rund 650 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren im Bezirk Ried von Ausgrenzung am Arbeitsmarkt gefährdet. Sie haben weder Job noch Ausbildung und dabei höchstens einen Pflichtschulabschluss. Neben der allgemeinen betrieblichen Lehrstellenförderung wurden im vergangenen Jahr in Oberösterreich 74,7 Millionen Euro für Angebote für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche ausgegeben – etwa für Sozialarbeit, Beratung, Lernförderung, Coaching, Berufsorientierung, Berufsvorbereitung oder Ausbildungsangebote. Dass trotzdem so viele Jugendliche Gefahr laufen, aus dem System zu fallen, liegt laut Studie vor allem an der schlechten Koordinierung der Angebote.

AK-Forderung: Jugendausbildungsgesellschaft

Im Rahmen der Studie wurden auch zahlreiche Praktiker der einzelnen Institutionen befragt. Sie gaben an, dass viele Jugendliche niederschwelligere Angebote benötigen würden. Zudem sei eine intensive Individualbetreuung aufgrund des Ressourcenmangels nur schwer möglich. Die Angebote seien zu kurz, für Begleitangebote wie Psychotherapie fehle das Geld. Die Arbeiterkammer fordert daher eine Jugendausbildungsgesellschaft. Sie soll für ein ausreichendes Angebot an modernen Ausbildungsplätzen sorgen und alle Maßnahmen und Angebote koordinieren. "Angesichts der alarmierenden Ergebnisse der Studie und einer Rekordarbeitslosigkeit von Jugendlichen halte ich es für gesellschaftlich unverantwortlich, die von uns geforderte Jugendausbildungsgesellschaft nicht einzusetzen", so AK-Präsident Johann Kalliauer.

Autor:

Linda Lenzenweger aus Braunau

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