HotSpot! innviertel: Kinderbetreuung im Gespräch

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INNVIERTEL, GURTEN. (ebe) Flexibel muss sie sein. Sie soll Eltern entgegenkommen. individuelle Bedürfnisse berücksichtigen. Die Bürokratie darf weniger werden. Und sie muss leistbar sein und leistbar bleiben. Das war der Konsens der Veranstaltung "Kinderbetreuung im Gespräch". Nach "Bildung im Gespräch" und "Bürgermeister im Gespräch" lud HotSpot" innviertel nun zum nächsten Erfahrungsaustausch. Zu Gast waren neben Bildungslandesrätin Christine Haberlander auch vier Experten aus der Pädagogik, die ihre Kinderbetreuungsmodelle präsentierten. Unter den Gästen waren Experten aus Wirtschaft, Bildung und zahlreiche Bürgermeister. Die Diskussion im Anschluss drehte sich um die neuen Kindergartengebühren, die in den Gemeinden bis Ende Jänner beschlossen werden müssen. Landesrätin Haberlander weiß: "Unser System ist kompliziert. Aber auch wir haben gesetztliche Vorgaben, in denen es um Betreuungspflicht und Strafrecht geht." Sie will im Sommer die Beitrags- und und die Bau- und Einrichtungsverordnung neu evaluieren und apelliert an die Bevölkerung: "Schicken Sie mir ihre Anregungen. Schreiben Sie mir von Herausforderungen in der Kinderbetreuung. Nur wenn ich weiß, wo es hakt, kann ich mich dafür auch einsetzen."
Eine Liste an Forderungen, die unter anderem die Berücksichtigung der Stadt-Land-Unterschiede, die Anpassung von Förderungen der Infrastruktur oder die Überarbeitung des Kinderbetreuungsgesetztes und weniger Bürokratie beinhaltet, wurde an die Bildungsministerin übergeben.

Aus der Praxis

Bettina Fill stellte ihr Projekt, den Planet Filli Future vor. Eine Krabbelstube, die in den Betrieb in Gurten integriert ist. Ergänzt wird das Angebot für die Jüngsten von einer Tageselternbetreuung für Kinder bis 12 Jahre. Sie weiß, welche bürokratischen Hürden es sich zu stellen galt, um diese Projekt umzusetzen. Die Kosten pro Monat betragen 4.000 Euro – aber wir wollen unseren Mitarbeitern dieses Angebot zur Verfügung stellen, um Beruf und Familie bestmöglich vereinen zu können", so Fill.

Das Krankenhaus St. Josef in Braunau bietet neben dem Kinderland, einer Einrichtung für Kinder von 12 bis 48 Monaten, auch fünf Wochen Ferienbetreuung im Sommer. "Wir wollen als Arbeitgeber punkten und bieten deshalb flexible Betreuungszeiten an. In Zusammenarbeit mit den Tagesmüttern können wir je nach Bedarf reagieren. Ziel ist auch eine Nachtbetreuung.

Maria Schulz-Berger, Geschäftsführerin und Gründerin von Tagesmütter Innviertel, arbeitet mittlerweile mit Betrieben, Kindergärten und Gemeinden intensiv zusammen. Zwei Drittel der 141 Tagesmütter im Innviertel betreuen zuhause die Kinder, ein Drittel deckt über den Verein Randzeiten, Nachmittagsbetreuung oder den Betreuungsbedarf in Institutionen ab, in denen die erforderte Mindestanzahl an Kindern nicht zustande kommt. "Wir begleiten in der Umsetzung. Von den Bewilligungen bis hin zur Suche nach einer geeigneten Infrastruktur", so Schulz Berger. Beispiel für gelungene Umsetzung ist das Kindernest in Lambrechten. Zwei Tagesmütter betreuen dort bis zu 10 Kinder. In der Gemeinde Andrichsfurt ist die Nachmittagsbetreuung mit Tagesmüttern geregelt.

Der Bezirk Schärding hat die Kinderbetreuung zum Leader Projekt gemacht. Die Leader Region Sauwald Pramtal hat Betreuungslücken in der Kinderbetreuung durch das Schließen von Netzwerken geschaffen. "Einzelne Gemeinden haben sich zusammengeschlossen, und Bedarfserhebungen durchgeführt. Daraus sind Sommerbetreuungsangebote entstanden", erklärt Johannes Karrer. "Herausforderungen sind dabei vor allem der Transport, die Anmeldung aber auch die Gastbeiträge der anderen Gemeinden." Ziel ist es, mit Tagemüttern und Unternehmen zu kooperieren und das Projekt zur Dauereinrichtung werden zu lassen.

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