Jausnsackerl- Inhaberin Claudia Pfisterer
„Ich tue alles, damit sich meine Kunden sicher fühlen!“

Jausnsackerl-Inhaberin Claudia Pfisterer in ihrem Geschäft in Atzing in der Gemeinde Mehrnbach.
  • Jausnsackerl-Inhaberin Claudia Pfisterer in ihrem Geschäft in Atzing in der Gemeinde Mehrnbach.
  • Foto: Pfisterer
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

Claudia Pfisterer betreibt seit Jahren und sehr erfolgreich das kleine Lebensmittelgeschäft "Jausnsackerl" in Atzing in der Gemeinde Mehrnbach. Wie läuft ihr Geschäft in Zeiten von Corona? Wir haben nachgefragt.

Frau Pfisterer. Wie hat sich die Corona-Krise auf Ihr Geschäft, das Jausnsackerl in Atzing, ausgewirkt?

Pfisterer: Ich habe ungefähr noch ein Drittel der normalen Arbeit. Nach einem totalen Einbruch zu Beginn der Krise hat sich die Situation wieder etwas entspannt. Viele hatten zu Beginn Angst, einkaufen zu gehen oder wussten nicht, ob kleine Geschäfte noch geöffnet haben.

Welche Geschäftsbereiche sind weggebrochen?
Der komplette Catering-Bereich fiel weg und mein neuer Frühstücksbereich wurde sofort geschlossen. Weiters habe ich viele Kundschaften verloren, die sich normalerweise am Weg zur Arbeit eine Jause bei mir holen, derzeit aber im Home-Office sind. Dafür muss ich sagen, dass die Einwohner aus Atzing und auch aus Mehrnbach jetzt mehr bei mir einkaufen.

Wie schützen Sie sich und Ihre Kunden?
Ich mache wirklich alles, damit sich meine Kunden sicher fühlen. Das bin ich ihnen auch schuldig. Ich habe ein Plexiglas als Spuckschutz beim Verkaufstresen und ich schaue sehr genau, dass der Abstand zwischen den Kunden eingehalten wird. Weiters bitte ich die Kunden, mit der Karte zu zahlen, was jetzt auch sehr viele machen. Wer bar zahlt, legt das Geld in eine Dose, da ich nicht mehr mit Geld hantiere. Das Restgeld aus meiner Kasse ist desinfiziert. Und natürlich wasche ich sehr oft meine Hände und putze viel.

Was hat sich sonst noch für Sie geändert?
Ich habe meine zwei Mitarbeiterinnen in Kurzarbeit geschickt, weil ich sie auf keinen Fall kündigen wollte und ich hoffe, dass es nach der Krise wieder so super weiter geht wie vorher. Weiters habe ich innerhalb eines Tages das Jausensystem bei der Firma Scheuch umgestellt. Es funktioniert jetzt so, dass die Mitarbeiter bis 7.30 Uhr aus einer Liste ihre Jause bestellen. Jede Jause wird in ein Sackerl samt dazugehörender Personalnummer und zusätzlich in eine Box gepackt. Die Abteilungsleiter holen diese Boxen in der Kantine ab und verteilen die Jause an die Kollegen. Wir holen die Boxen wieder ab und waschen sie gründlich. Die Kosten für die Jause wird den Mitarbeitern vom Lohn abgezogen, die Firma Scheuch überweist mit den Gesamtbetrag. So läuft das Ganze völlig kontaktlos und sehr hygienisch.

Seit kurzem sind Masken beim Einkaufen in Supermärkten Pflicht. Auch bei Ihnen?
Nein, Masken müssen bei mir nicht getragen werden, weil ich ja steuern kann, wie viele Leute bei mir im Geschäft sind. Wenn es zu voll wird, muss die Kundschaft draußen warten.

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