Scheuch macht die 50 voll

Die Geschäftsführer der Scheuch GmbH (v.l.): Herbert Kendler und Stefan Scheuch
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  • hochgeladen von Katrin Stockhammer

AUROLZMÜNSTER. 630 Mitarbeiter in Aurolzmünster, 130 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2012 und über 80 Prozent Exportanteil. Was die Scheuch GmbH in 50 Jahren erreicht hat, kann sich sehen lassen. Seinen Anfang genommen hat die Erfolgsgeschichte des Technologieführers in der Luft- und Umwelttechnik 1963 in der Froschauergasse in Ried, als Alois Scheuch die Spenglerei von seinem Vater mit sechs Mitarbeitern übernommen hat. Ein Jahr später entstand die erste Entstaubungsanlage. "Zu den ersten Kunden zählten Tischlereien und das Krankenhaus Ried. Scheuch war damals vor allem in den Sparten Holzindustrie und Spanplattenindustrie tätig", sagt Geschäftsführer und Sohn des Gründers, Stefan Scheuch.

Von Beginn an entwickelte sich das Unternehmen stetig weiter, brachte ständig neue Produkte wie den Schlauchfilter, das erste energiesparende Absaugsystem oder den Elektrofilter auf den Markt. 1994 wurde die Produktionshalle in Aurolzmünster errichtet. "Ende der 1990er Jahre stieg mein Vater aus dem operativen Geschäft aus", erzählt Scheuch. Seit 2004 fungiert Herbert Kendler als Geschäftsführer, Stefan Scheuch stieg 2008 ein. Auch die 2000er Jahre waren von neuen Entwicklungen geprägt wie der EMC-Technologie für die Zementindustrie oder dem ERCS-System für die Rauchgasreinigung. Zudem erfolgte 2004 der Produktionsstart im Werk in der Slowakei in Prievidza.

Neben den zwei Werksstandorten verfügt die Scheuch GmbH heute über sieben Niederlassungen in Deutschland, Italien, Frankreich, Russland, Kanada und den USA. "Damit sind wir viel näher beim Kunden", erklärt Kendler. Strukturiert ist das Unternehmen in sechs verschiedenen Sparten: Holzindustrie, Holzwerkstoffindustrie, Metallindustrie, Steine-Erden-Industrie, Energieindustrie sowie das Gerätegeschäft. "Den Kunden wird vom Vertrieb über die Fertigung bis hin zu Montage-Inbetriebnahme-Service alles aus einer Hand geboten. Wir liefern ihnen die Lösung ihres Problems, egal ob es sich dabei um eine einfach Anwendung oder eine komplexe Anlage handelt", so Kendler.

Dass das Thema Forschung und Entwicklung ein Steckenpferd von Scheuch ist, zeigt die Geschichte und zeigen die angemeldeten Patente. "Wir sind gewachsen, nicht weil wir mehr Umsatz erzielen, sondern weil wir bessere Produkte anbieten wollten. Wir stehen mit Herz und Seele hinter dem, was wir machen", beschreibt Kendler den sogenannten "Scheuch-Spirit", von dem schon die Lehrlinge angesteckt werden. Derzeit absolvieren 61 junge Menschen ihre Ausbildung bei Scheuch, davon elf Mädchen. Neben einem modernen Ausbildungssystem hat Scheuch als Arbeitgeber einiges zu bieten: die betriebliche Gesundheitsförderung "g'sund und aktiv", familienfreundliche Maßnahmen, die Väterkarenz und vieles mehr. Derzeit befindet sich beispielsweise ein Leihomi-Netzwerk in Umsetzung.

Als Herausforderung für die Zukunft sieht Kendler vor allem eines: "Wir müssen die Internationalisierung weiter vorantreiben, müssen aber gleichzeitig unsere Verantwortung der Region gegenüber wahrnehmen. Region und Internationalität müssen sich die Balance halten."

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