Traumberuf nach Umschulung

Der gebürtige Mehrnbacher Friedrich Kettl wagte mit 42 Jahren einen beruflichen Neuanfang.
  • Der gebürtige Mehrnbacher Friedrich Kettl wagte mit 42 Jahren einen beruflichen Neuanfang.
  • Foto: Kettl
  • hochgeladen von Karin Wührer

BEZIRK (kw). Die Zeiten, in denen ein Lehrling bis zur Pension in ein und demselben Unternehmen tätig ist, sind vorbei. Immer häufiger wollen Mitarbeiter ihren sicheren Arbeitsplatz aufgeben und die Chance einer beruflichen Neuorientierung nutzen.
So vielfältig wie die Job- und Ausbildungsmöglichkeiten heutzutage sind, sind auch die Gründe für eine berufliche Veränderung, wie beispielsweise Unzufriedenheit, Kündigung oder gesundheitliche Beschwerden. Dann heißt es: Konsequenzen ziehen.

Chancen nutzen

Jeder Arbeitnehmer kann irgendwann in eine Situation kommen, in der eine Umschulung unumgänglich ist. Dass dieser Schritt nicht nur viel Mut sondern auch ein gehörige Portion Durchhaltevermögen und Energie erfordert, weiß auch Friedrich Kettl: "Jeder 'Ausbruch' aus der eigenen Komfortzone bringt erhöhten Energiebedarf mit sich, weil sich die Psyche mit Neuem auseinander setzten muss. Je mehr Unterstützung man erfährt, desto mehr Energie hat man zur Verfügung."
15 Jahre war der gebürtige Mehrnbacher bei der Firma Katzlberger angestellt - zuletzt als Leiter der Betriebswerkstätte. 2017 wagte der 42-Jährige einen Neustart: "Ich bin ein Mensch der neue Herausforderungen sucht. Auch um meine mentale Fitness zu fördern. Und so habe ich mich entschlossen meine zweite Arbeitshalbzeit in ein neues, mir jedoch nicht fremdes Themengebiet zu wechseln." Mittlerweile ist Kettl als selbsständiger psychosozialer Lebensberater, Mentalcoach und Mediator tätig und glücklich über seine damalige Entscheidung.

Finanzierung

Ein Wechsel in ein neues Berufsfeld will gut überlegt sein. Wer in einen anderen Beruf umsatteln möchte, hat oft mit finanziellen Hürden zu kämpfen. Hilfestellung und grundlegende Informationen bietet das Arbeitsmarktservice (AMS). "Ob finanzielle Förderung bei einer beruflichen Neuorientierung möglich ist, hängt von der individuellen Situation ab. Jemand, der beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen den erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann, erhält finanzielle Unterstützung bei einer neuerlichen Berufsausbildung.", informiert Klaus Jagereder, Geschäftsstellenleiter des AMS Ried.

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