18.10.2017, 15:01 Uhr

Ein süßes Gebäck mit Tradition: der Allerheiligenstriezel

Woher kommt die Tradition vom "Godn-Striezel" und was macht einen guten Striezel überhaupt aus?

BEZIRK. (ebe) Schon vor Jahrhunderten war der Striezel zu Allerheiligen eine bekannte Tradition. Allerdings war es damal üblich, die Armen mit Brot zu beschenken. Auch wenn dieser Brauch in Vergessenheit geraten ist, ist es in vielen Teilen Österreichs noch üblich, zu Allerheiligen einen Striezel zu backen oder auch zu schenken. In manchen Familien bekommen die Patenkinder an diesem Tag von ihrer Taufpatin, der “Godn” einen Striezel. Denn der 1. November war früher schon der "Godn-Tag". "Vor allem und in Schärding und im Burgenland ist diese Tradition sehr stark. Aber nicht nur dort sind große Striezel als Mitbringsel für die Patenkinder am Allerheiligentag üblich", weiß Christian Mayer von der Bäckerei Mayer in Ried.

Teil reift langsam und kühl
Der Allerheiligenstriezel gilt seit jeher als etwas ganz Besonderes, da weißes Brot selten war und nur zu besonderen Anlässen mit weißem Mehl gebacken wurde.  Das Rezept hat sich über die Jahrzehnte hinweg stets verändert. "Früher waren weniger Butter und Eier drin, die heutigen Striezel sind geschmacklich sicher intensiver. Wir legen Wert auf hochwertige Zutaten. Denn sie sind auch für den guten Geschmack verantwortlich. Wir machen den Teig für unsere Allerheiligenstriezel sehr schwer und bereiten ihn schon am Vortag zu", so Mayer. Welchen Vorteil das bringt? Der Teig liege einen Tag lang bei 4°C im Kühlschrank und könne langsam und kühl reifen. Alles, was viel Zeit zum Reifen habe, entfalte sich auch geschmacklich besser. Dem Striezelfrühstück am 1. November steht also nichts mehr im Weg.

Hier gibt's noch ein Rezept von Christian Mayer, wie der Allerheiligenstriezel oder Godnstriezel gelingen kann:

Standardrezept für einen feinen Butterbrioche von einem Kilogramm Mehl:

1000g Weizenmehl
150g Staubzucker
40g Honig
16g Salz
200g Eier
50g Dotter
25g Vanille
60g Hefe
260g Milch kalt
180g Butter

Alle Zutaten zu einem Teig mischen. Am besten kühl im Kühlschrank rasten lasten. Dann entfaltet sich der Geschmack besser. Nach dem Flechten zwei Mal mit Eier bestreichen – abtrocknen lassen. Eventuell mit Mandeln oder Hagelzucker bestreuen.
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