14.11.2016, 17:34 Uhr

Leise rieseln die Nadeln zu Boden

Heimische Christbäume: mit der richtigen Pflege kann man sich sehr lange an ihrer Schönheit erfreuen - auch nach heilig Abend. (Foto: Johann Schrattenecker)
Seit jeher übt der Mond eine große Faszination aus. Doch er hat größeren Einfluss als bisher geglaubt.

MEHRNBACH (tazo). Viele schreiben ihm magische Kräfte zu und womöglich nichts anderes hat soviel Einfluss auf den Menschen, sowie auf Flora und Fauna, wie er - der Mond. Er ist nicht nur unser nächster Planet, er regelt auch Ebbe und Flut oder verrät den günstigsten Tag für den Haarschnitt. Der Einfluss des Mondes auf die Natur und das Leben auf der Erde ist aber schon seit Urzeiten bekannt. Was viele aber noch nicht wissen: er hat auch Einfluss auf das Weihnachtsfest. Egal ob mit traditionellen Strohsternen dekoriert oder prunkvoll mit Lichterketten geschmückt - der Christbaum ist für viele der Inbegriff von Weihnachten. Doch meist wehrt die Freude an dem mühevoll dekorierten und behängten Baum eher nicht. Nach wenigen Tagen rieseln bekanntlich die ersten Nadeln mit den Schneeflocken bereits um die Wette. Doch dem kann man mit wenigen und einfachen Mitteln entgegenwirken: "Früher standen die Weihnachtsbäume samt Schmuck bis Maria Lichtmess, also bis zum 2. Februar, in der guten Stube. Heute ist es leider bereits Tradition den Baum am Dreikönigstag wieder zu entsorgen. Vor allem auch deshalb, weil der Baum schon hier nicht mehr repräsentabel ist. Es werden die Räume viel wärmer gehalten als früher. Die Raumluft wird dadurch trockener, was natürlich nicht zum Vorteil der Haltbarkeit der Nadeln beiträgt. Wir sind der Meinung, dass es auch sehr wichtig ist, dass die Bäume vorher schon zur´Winterruhe`gekommen sind, das heißt, daß es das Beste für die Bäume ist, wenn diese bereits einige Tage oder Nächte mit Minusgraden hinter sich haben. Wir schneiden unsere Christbäume deshalb meist Ende November bis Anfang Dezember, bei abnehmenden Mond", erklärt Johann Schrattenecker, Christbaumverkäufer aus Leidenschaft. Bei abnehmenden Mond ziehen die Säfte nach unten in den Stamm und dies soll zur Haltbarkeit der Nadeln beitragen. Werden die Bäume nämlich erst kurz vor Weihnachten geschnitten und dann gleich ins Zimmer gestellt, kann es passieren, daß der Baum aufgrund des Temperaturschocks zu "Nadeln" beginnt. Beim Kauf sollte man zwar auf den Preis achten, aber auch hier gilt: billig ist nicht immer gleich gut. Heimische Bäume sind immer frischer und werden nicht so fest verpackt wie Importware. Die langen Transportwege schaden den Bäumen nämlich zusätzlich. "Wir haben bei Weitem nicht so große Mengen zu Schneiden wie viele unserer Kollegen, daher können wir dies auch in kürzerer Zeit bewältigen. Unsere Christbaumkulturen befinden sich in der Nähe unseres Hofes und daher haben wir kürzere Wegzeiten bei der Bringung des Baumes", erklärt Schrattenecker. Der Baum darf bis zum Aufstellen an heilig Abend ruhig abgeregnet oder abgeschneit, also im Außenbereich gelagert werden. Keinesfalls aber in trockenen oder dunklen Räumlichkeiten. Erst am Tag vor Weihnachten darf der Baum ins Warme ziehen. "Befolgt man diese Tipps, braucht man den Christbaum vor Weihnachten nicht in einen Kübel mit Wasser stellen. Der Baum wird durch Regen und Schnee sowieso feucht gehalten." So steht einem besinnlichen und "nadelfreien" Fest auch gar nichts mehr im Wege.

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