08.01.2018, 08:35 Uhr

Atemnot und Leistungsschwäche - Herzschwäche ist eine häufige Ursache

Herzschwäche (Foto: Kzenon/Fotolia)

Kurzatmig und schlapp – oft steckt eine Herzschwäche dahinter, die unbehandelt gefährlich werden kann.

Atemnot und Leistungsschwäche sind häufig durch eine Herzschwäche verursacht. Der Patient wird kurzatmig und schlapp - anfänglich nur unter körperlicher Anstrengung, später selbst in Ruhe. Der Verlauf ist oft schleichend und der Krankheitsverlauf ohne Behandlung sehr ungünstig.

Ursache: das Herz

Die Ursache liegt meist am Herzen selbst, beispielsweise als Spätkomplikation nach einem erlittenen Herzinfarkt oder als Folge von unbehandeltem Bluthochdruck. Oft sind auch andere Organe (Schilddrüse, Lunge und Nieren) an der Entstehung der Herzschwäche mitbeteiligt. Es ist daher eine umfassende Diagnostik (Blutabnahme, EKG, Herzultraschall, Untersuchungen der inneren Organe) notwendig.
Die Behandlung der Herzschwäche zielt auf die Ursache und die mitbeteiligten Organe. Sehr wichtig ist die Behandlung des kranken Herzmuskels durch eine Kombination verschiedener Medikamente. Diese Medikamente müssen in niedriger Dosis begonnen werden und langsam unter entsprechender Kontrolle auf die Zieldosis gesteigert werden. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Behandlung von Herzschwäche ist die medizinische Trainingstherapie. Eine körperliche Schonung ist nur bei akuter Herzschwäche sinnvoll.

Alternative: Kunstherz

In fortgeschrittenen Fällen verwenden wir intravenöse Medikamente, in speziellen Fällen kann das Einsetzen eines Schrittmachers die Herzleistung deutlich verbessern. In letzter Zeit werden zunehmend mechanische Unterstützungssysteme, so genannte Kunstherzen erfolgreich in weit fortgeschrittenen Stadien eingesetzt und als letzte Möglichkeit gibt es die Herztransplantation.
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