11.05.2016, 10:32 Uhr

Pflanzenschutz & Nützlinge: Verantwortlich Gärtnern

Keine Giftstoffe mehr im eigenen Garten: Der Trend geht mehr in die Richtung, mit den Nützlingen zu arbeiten. (Foto: Hastra/Fotolia)
BEZIRK. Jeder kennt sie, aber keiner will sie: Unkraut, Pilze und Schädlinge sind die ungebetenen Gäste im Gemüsegarten, Rasen und Blumenbeet. Sie sind nie eingeladen und wollen doch jedes Jahr aufs Neue mit von der Partie sein. Gärtner werden vor die Herausforderung gestellt, möglichst sanfte wie effektive Türsteherqualitäten am Gartentürl zu entwickeln.

"Bei Pflanzenschutzmitteln hat es in den letzten Jahren sehr starke gesetzliche Verschärfungen gegeben" weiß Dietmar Boindecker, Filialleiter im Lagerhaus Ried. So bräuchten private Anwender - im Gegensatz zur Landwirtschaft - zwar keinen Sachkundenachweis, sie erhielten jedoch seit November 2015 nur mehr weniger gefährliche und fertig gemischte Produkte für bis zu 500 m². "Verwendet man Pflanzenschutzmittel, ist es ganz wichtig, informiert zu sein. Neben der Ausrüstung, Dosierung und korrekten Entsorgung geht es auch darum, Regen, Wind oder zum Beispiel den Bienenflug zu beachten", so Boindecker.

Laut dem Experten sei das Segment generell kleiner geworden. Der Trend ginge in die Richtung, mit Nützlingen zu arbeiten. "Tipps für das biologische Gärtnern gibt es viele. Mit Insektenhotels kann man beispielsweise auf natürlichem Weg Schädlinge bekämpfen." Generell sei es laut Boindecker wichtig, selber den hohen Standard zu überdenken. "Wenn man nachhaltig arbeitet, muss man auch lernen, die eigenen Ansprüche an den Garten zu ändern."
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