07.02.2018, 09:57 Uhr

120 Sekunden für die Idee des Jahres

Franziska Ertl, Simon Angleitner und Michael Zweimüller entwickeln einen elektronischen Blindenstock. (Foto: Ertl)

Die "120 Sekunden"-Aktion holt Erfinder vor den Vorhang, die aus ihrer Idee ein Geschäft machen wollen.

BEZIRK. (schi) Die BezirksRundschau präsentiert heuer wieder, wie erfinderisch die Oberösterreicher sind. Tüftler zeigen was in ihnen steckt und stellen Ideen, die sie zu einem Geschäft machen wollen, vor. Was daraus werden kann, zeigt der Vorjahressieger Markus Groiss. Er hat ein System entwickelt, das zuverlässig Feuer erkennt und dieses an die Feuerwehr meldet. Das Geniale daran: Es erkennt selbständig den Unterschied, ob es sich um echtes Feuer oder andere Wärmequellen handelt. Seine Brandüberwachungs-Kameras sind derzeit schon bei der Gründberg Seilbahn in Gmunden im Einsatz.
Wie Markus Groiss damals, müssen die Teilnehmer auch heuer ihr Projekt in 120 Sekunden so gut wie möglich verkaufen. Eine Fachjury entscheidet über das Ausscheiden oder Weiterkommen des jeweiligen Kandidaten. Wem es gelingt die Juroren zu überzeugen, ist bei der Abschlussveranstaltung am Mittwoch, 4. April, ab 18.30 Uhr im Festsaal der Johannes Kepler Universität Linz dabei.

Innviertler Teilnehmer

Franziska Ertl, Simon Angleitner und Michael Zweimüller nehmen am Casting-Termin in Ried teil. Die drei Maturanten der HTL in Braunau entwickeln gerade einen elektronischen Blindenstock, der sehbeeinträchtigte Menschen dabei unterstützt, sich auf unbekannten Routen besser zurechtzufinden. "Unser Projektbetreuer hatte die Idee, einen elektronischen Blindenstock zu entwickeln, wobei noch viel Interpretationsspielraum bezüglich der tatsächlichen Umsetzung blieb. Da für uns bereits von Beginn an klar war, dass das Projekt aus einer Mischung von Hardware und Software bestehen sollte, beschlossen wir, diesen innovativen Projektvorschlag umzusetzen", erklären die drei HTL Schüler. Die Vorrichtung funktioniert so, dass eine Betreuungsperson den zurückzulegenden Weg zuvor abgeht. Dabei werden die entsprechenden GPS-Daten aufgezeichnet und die visuell beeinträchtigte Person kann dann selbständig diesen Weg zurücklegen. "Wir haben auch zwei Ultraschallsensoren integriert, die mögliche Hindernisse erkennen und dafür sorgen, dass der elektronische Blindenstock anhält und durch Vibration auf die Gefahr aufmerksam macht", erklärt Franziska Ertl. "So übernimmt er ähnliche Funktionen wie ein Blindenhund."
Josef Heißbauer, Obmann der WKO Ried, weist auf die große Bedeutung für die Wirtschaft hin: "Weiterentwicklung ist extrem wichtig – dazu braucht es Ideen. Die Aktion unterstützt diese Veränderung, motiviert Menschen und hilft ihnen, Vorhaben umzusetzen."

Auf die Gewinner warten tolle Preise:

1. Preis: 5.000 Euro in bar; zwei Beratungspakete (WKO, eccontis); Werbeguthaben der BezirksRundschau (20.000 Euro)
2. Preis: zwei Beratungspakete (WKO, eccontis); Werbeguthaben der BezirksRundschau (10.000 Euro)
3. Preis: zwei Beratungspakete (WKO, eccontis); Werbeguthaben der BezirksRundschau (5.000 Euro)


Castingtermine

6. März Ried
7. März Linz
8. März Gmunden
19. März Perg
20. März Grieskirchen
21. März Linz

Beginn jeweils um 18 Uhr, Anmeldeschluss einen Tag vor dem Casting-Termin: meinbezirk.at/120sekunden-oö
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