20.09.2016, 13:31 Uhr

Christkind-Aktion 2016: Wenn die Mama plötzlich nicht mehr da ist

Josef Buttinger-Adlmanninger mit seinen beiden Töchtern Lara und Melissa. (Foto: Doms)

Die BezirksRundschau Christkind-Aktion hilft Josef Buttinger und seinen beiden Mädchen, deren Familie seit kurzem nicht mehr komplett ist.

GEINBERG (ebe). Das Familienglück von Josef Buttinger-Adlmanninger und Kerstin Dipplinger schien vor ein paar Monaten noch perfekt. Zwei kleine Mädchen, Lara und Melissa, komplettierten ihre kleine Familie. Statt der Mietwohnung in Geinberg hatten die vier eine Eigentumswohnung in Mehrnbach in Aussicht. Kerstin war in Karenz, denn Melissa, die jüngere Tochter wird im November ein Jahr alt. Und Papa Josef stand kurz vor dem Jobwechsel. Eine kleine Familie mit Zukunftsperspektiven.

Die Mama fehlt plötzlich

Doch das Schicksal machte ihnen im Sommer einen Strich durch die Rechnung. Kerstin Dipplinger, die Mutter der beiden jungen Mädchen, wurde aus dem Leben gerissen. In der Nacht auf 16. Juli setzte das Herz der 26-Jährigen aus, drei Tage später verstarb sie. Die Gründe für ihren plötzlichen Tod sind noch nicht sicher. Derzeit forscht eine Universität nach den Gründen.
Als Franz Dipplinger in der Nacht eine SMS von seinem Schwiegersohn bekam, kannte er sich sofort aus. "Ich hab es gleich gespürt, was los ist", erinnert er sich an die Nacht. Auch seine Frau, die Mutter von Kerstin Dipplinger, starb ähnlich wie ihre Tochter. "Vor 8 Jahren, als unsere Mädchen 13 und 18 Jahre alt waren, wurde meine damalige Frau ebenso plötzlich aus dem Leben gerissen. Bei ihr wurde eine Lungenembolie vermutet", so Franz Dipplinger. "Für uns steht gerade im Vordergrund, eine vererbbare Ursache auszuschließen. Denn das ist vor allem wichtig für alle weiteren Familienmitglieder und Kerstins Kinder."

Unterstützung von vielen Seiten

Gleich nach der Nachricht des Todes von Kerstin erreichte sie eine Welle der Hilfsbereitschaft. Freunde, Verwandte boten ihre Unterstützung an. Oma Edith passt Nachmittags regelmäßig auf die Kinder auf. Auch von einer Familienhelferin der Caritas werden sie begleitet. Lara wird im Dezember drei Jahre alt, Melissa ist knapp ein Jahr. Seit September arbeitet Papa Josef Buttinger-Adlmanninger für ein paar Stunden bei der Firma Fill in Gurten. "Die Arbeit ist im Moment die einzige Auszeit für mich, eine Pause vom kräfteraubenden Alltag", erzählt der junge Vater.

Jobwechsel ein Glücksfall

Der Jobwechsel zur Firma Fill im September war schon vor Kerstins Tod geplant. Die Geschäftsführung ist mir sehr entgegengekommen. Ich kann mir meine Stunden frei einteilen. Und die Mädchen besuchen seit Herbst die betriebseigene Kinderbetreuungseinrichtung, den Planet Filli Future. "So kann ich sie am Morgen mit zur Arbeit nehmen, und sie nach Dienstschluss gleich wieder abholen", ist der junge Vater über die Situation froh.

Finanzielle Herausforderung

Bis Melissa zwei Jahre alt ist, ist der Papa in Karenz. "Finanziell geht sich das alles nicht aus. Deshalb arbeite ich schon einige Stunden bei meinem Arbeitgeber, um mir etwas dazuzuverdienen. Zusätzlich zu den monatlichen Fixkosten kommen jetzt die Ausgaben für die Familienhelferin. "Ein Eigenheim ist derzeit nicht realisierbar", weiß der junge Witwer. Er hat bereits auf der Parte seiner verstorbenen Frau aufgerufen, statt Blumenkränzen für seine beiden Mädchen zu spenden. "Sie sind noch sehr klein, und brauchen noch lange meine Unterstützung", weiß er.

"Da ist jetzt die Mama", deutet die kleine Lara auf den Friedhof in St. Georgen, wenn sie vorbeifahren. Sie findet, gemeinsam mit der ganzen Familie, gerade einen Weg, den schweren Schicksalsschlag anzunehmen, und wieder in den Alltag zurückzufinden.

Helfen auch Sie!

Mit Hilfe der Leser möchte der BezirksRundschau Christkind-Verein im Bezirk Ried im Innkreis der jungen Familie aus Geinberg in dieser schwierigen Situation helfen. Vor allem die Finanzierung der Familienhelferin und eine Zukunftsperspektive für die beiden Mädchen, Lara und Melissa, zu schaffen, ist dem jungen Witwer Josef Buttinger ein großes Anliegen.

Wenn auch Sie helfen wollen, richten Sie Ihre Geldspende mit dem Kennwort "RIED" bitte an folgendes Konto bei der Raiffeisenlandesbank:

IBAN: AT78 3400 0000 0277 7720
SWIFT: RZOOAT2L

Die BezirksRundschau bedankt sich schon jetzt bei allen Spenderinnen und Spendern für Ihre großzügige Hilfe.
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