10.11.2016, 13:53 Uhr

Dämmerungseinbrüche haben wieder Saison

In den Herbst- und Wintermonaten häufen sich die Einbrüche. Mit einfachen Sicherungsmaßnahmen können Täter abgeschreckt werden. (Foto: AndreyPopov/panthermedia)
BEZIRK (kw). Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit und der frühen Dunkelheit steigt die Zahl von Einbrüchen wieder massiv an.
Jedes Jahr aufs Neue warnt die Polizei vor den sogenannten Dämmerungseinbrüchen. Nicht ohne Grund: Erst kürzlich wurden in den Bezirken Ried, Braunau und Schärding mehrere Wohnhauseinbrüche gemeldet. Wie eine Analyse der Polizei ergab, schlagen Einbrecher in der Zeit von November bis Jänner viel öfter zu als in den anderen Monaten. Vor allem in der Dämmerungszeit zwischen 17 und 21 Uhr sind die Täter vermehrt unterwegs. Sie nutzen die frühen Abendstunden, in denen die Bewohner noch unterwegs sind, es aber bereits dunkel genug ist, um unbemerkt handeln zu können.

Einbrüche verhindern

Um diesem Phänomen vorzubeugen, setzt die Polizei vermehrt auf vernetzte Analysen und verstärkten Austausch mit der Bevölkerung. Unter dem Motto "der größte polizeiliche Erfolg ist die verhinderte Straftat" wird der Fokus auf Prävention gelegt.
Auch Stefan Auböck, Geschäftsführer von Auböck Sicherheitssysteme GmbH in Ried hat regelmäßig mit Einbruchsopfern zu tun: "Viele Menschen wenden sich erst an uns nachdem etwas vorgefallen ist. Besser wäre allerdings bereits vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen." Durch einfache Sicherheitsmaßnahmen können Einbrecher abgeschreckt werden (Sicherheitstipps im Kasten rechts). "Viele Einbrüche scheitern, weil Fenster und Türen gut gesichert sind. Gelingt es den Einbrechern aber doch in die Wohnung einzudringen, dann haben sie es meist auf schnell verwertbares Gut abgesehen. Teurer Schmuck, Bargeld und wertvolle Gegenstände sollten deshalb immer in einem Safe verwahrt werden", rät die Kriminalprävention und empfiehlt darüber hinaus, höhere Bargeldbeträge generell nicht zu Hause aufzubewahren. Wer sich dennoch nicht sicher fühlt, der sollte auf Alarmanlagen zurückgreifen. "Laut Polizei wird bei Privathäusern, bei denen eine Alarmanlage installiert ist, gar nicht versucht einzubrechen", weiß Auböck.

Angebot der Polizei

Oft nutzen die Täter, die einfachsten Möglichkeiten um in ein Haus zu gelangen. Um dies zu verhindern und es den Einbrechern so schwer wie möglich zu machen, bietet die Polizei ihre Hilfe an. "Unsere speziell ausgebildenten Beamten führen Beratungen über sicherheitserhöhende Maßnahmen durch – auch vor Ort. Interessierte können sich an die örtlich zuständige Dienststelle beziehungsweise an das Bezirkspolizeikommando Ried wenden", so Stefan Haslberger, Bezirkspolizeikommandant.

Sicherheitstipps

• Zusammenhalt schreckt ab: Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind wichtig.
• Beobachtungen machen: Kfz-Kennzeichen unbekannter Fahrzeuge notieren, Aussehen der Täter einprägen.
• Fenster, Terrassen- und Balkontüren immer schließen.
• Sichtschutz vermeiden, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.
• Hilfreiche Gegenstände wie eine Leiter wegräumen.
• Zeichen der Abwesenheit vermeiden: Briefkästen leeren und Werbematerial beseitigen.
• Während der Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren verwenden.
• Außenbeleuchtungen installieren lassen.
• Terrassentüren durch einbruchshemmende Rollbalken oder Scherengitter sichern.
• Hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.
• Schmuck abfotografieren, ID-Nummern von EDV-Geräten notieren.

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