23.01.2018, 11:47 Uhr

Ein Blick hinter die Kulissen bei der Faschingsgilde Eberschwang

Die rund 80 Aktiven der Faschingsgilde basteln, malen, dichten und perfektionieren gerade ihr Programm.

EBERSCHWANG. (ebe) "Hat zufällig jemand ein altes Bett zuhause?" "Wir sind auf der Suche nach einem alten Paar Ski – kann uns jemand helfen?" So sehen die Chatverläufe in der WhatsApp-Gruppe der Faschingsgilde gerade aus. Jeder feilt am Programm, dichtet am perfekten Text herum, bastelt am Bühnenbild und sucht nach dem optimalen Outfit, um sich Anfang Februar in Szene zu setzen. Denn die Erwartungen sind hoch. 2017 feierte die Faschingsgilde ihr 50. Jubiläum. "Alte Faschingsgrößen" rundeten das humorvolle Programm ab. Diese Punkte fallen heuer weg. Es wird eine klassische Sitzung wie vor zwei Jahren, Dauer: rund 3,5 Stunden. Programmchef Walter Egger weiß, wie sehr sich jeder einzelne ins Zeug legt, um ein unterhaltsames Programm auf die Beine zu stellen.

Für jeden nachvollziehbar

"Das Einzige, das du bei unseren Faschingssitzungen verstehen musst, ist unser Dialekt. Alles andere ist überregional. Das sind einzelne Zeilen, die lokalisiert sind, aber grundsätzlich können bei den Schmähs wirklich alle mitlachen", erklärt Egger, der Stücke schreiben will, die für jeden nachvollziehbar sind. Die Themen sind aus dem Leben gegriffen. Das Publikum erkennt sich im besten Fall selbst darin wieder."

Erben, Apps & Vernissage

Heuer dreht sich bei den "Glorreichen Sieben (kloane Bsetz)", bei dem Programmchef-Kompanion Rainer Kiehas die Rolle von Eggers Ehefrau übernimmt, alles um ländliche Kunst und Kultur. Das Prinzenpaar mit "Prinzessin Julia I, Frau Feinspitz mit dem Werbegeld" und "Prinz Christopher I, Der Manager vom Mittelfeld" schildern in gedichteter Form ihre Wohnungssuche in Eberschwang und die ÖTB Dancegirls bewegen sich zu flotten Rhythmen. Die Publikumslieblinge Thomas Egger und Wolfgang Huber teilen ihr Programm heuer in zwei Teile. Wolfgang Huber ist übrigens auch für Text und Regie beim "Flotten Dreier" verantwortlich. Die drei Mädels, Marion Jetzinger, Eva Wagner und Antonia Weinberger, gaben 2017 ihr Sitzungsdebüt und holen sich heuer männliche Unterstützung. Mit einer Dating App machen sie sich auf die Suche nach dem perfekten Partner.
Perfektionierte Körperspannung und absolute Synchronizität bringt die FuGru (Fußballgruppe) heuer auf die Bühne. Ihr Pendant, die TaGru (Tanzgruppe), bleibt thematisch der Heimat treu. Österreichische Melodien werden durch den Saal schallen, gepaart mit schrillen aber auch traditionellen Kostümen. "The Old Schmähtandlers" haben mit Trump, Nationalratswahl und neuer Koalition jede Menge Zündstoff für ihre Politnummer – die sich heuer übrigens in einer Wohngemeinschaft abspielt. Thomas Huber und seine Kollegen schlüpfen in die Rolle der Wurschtlbauern und kämpfen sich mit dem Thema "Erbschaft" ab. Das Programm steht und Egger ist guter Dinge: "Heuer wird's wieder richtig lässig."

Mehr Infos

Premiere sind die fünf Faschingssitzungen für Daniel und Michael Zekanovic. Die neuen Pächter des Gasthaus Kirchenwirt in Eberschwang sind das erste Mal Gastgeber.

Seit 14. Jänner läuft der Kartenvorverkauf bereits. Mittlerweile sind für die beiden Freitage und Samstage nur noch Restkarten erhältlich. Am Donnerstag, 8. Februar gibt es noch eine größere Kartenauswahl für Spätentschlossene. Die Karten sind auf der Sparkasse in Ried und in Eberschwang erhältlich.

Restkontingent:
Freitag, 2. Februar: Restkarten
Samstag, 3. Februar: ausverkauft
Donnerstag, 8. Februar: noch ganze Tische erhältlich
Freitag, 9. Februar: Restkarten
Samstag, 10. Februar: Restkarten
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