11.12.2017, 14:37 Uhr

Feuerwehrübung in der Justizanstalt in Ried

Brandalarm: Die Freiwillige Feuerwehr Ried probte in der Justizanstalt den Ernstfall.

RIED. (ebe) 9.05 Uhr: Alarm in der Justizanstalt Ried. Brand im Freizeitraum im zweiten Stock. Eine Person wird vermisst. Der Raum ist bereits stark verraucht. Die Brandeinsatzgruppe der Justizanstalt stürmt zum Feuerwehrcontainer, holt sofort Lüfter, Pumpe und Einsatzmaterial in den zweiten Stock. Währenddessen schlüpft die Einsatzgruppe in ihre Schutzbekleidung, die stich- und schnittfest ist, um für Übergriffe gewappnet zu sein. So beginnt das Szenario bei einer Feuerwehrübung in der Justizanstalt in Ried.

Regelmäßig Ernstfall proben

Etwa einmal im Jahr probt die Feuerwehr Ried gemeinsam mit der Brandschutzgruppe der Justizanstalt den Ernstfall. Vor sechs Jahren ist genau dieser eingetreten. In einer Zelle wurde Feuer gelegt, die Häftlinge planten einen Ausbruch, der aber verhindert wurde. Die Beteiligten wissen, welche Herausforderung ein Einsatz in diesem Umfeld bedeutet. Mit der Drehleiter wurde ein Löschangriff von außen vorbereitet. Vor dem verschlossenen Freizeitraum warteten die Feuerwehrmänner und die Brandschutzgruppe auf die Einsatzgruppe der Justizanstalt. Durch die Speise-/Brandschutzklappe kam die IFEX Löschpistole zum Einsatz. Sie schießt Wasser mit einem Druck von rund 25 bar und mit einer Geschwindigkeit von etwa 400 km/h auf den Brandherd. Dadurch zerstäubt es sich für einen guten Löscherfolg in Millimeter kleine Wassertröpfchen. Erst als die Einsatzgruppe im zweiten Obergeschoß war, wurde die Sicherheitstür geöffnet. "Bei uns geht die Sicherheit vor. Gegenwehr ist ein großes Thema, darum müssen unsere Männer mit Sicherheitskleidung ausgestattet sein", erklärt der Leiter der Einsatzgruppe, Horst Gruber. Mit 22 Feuerwehrleuten rückte die Stadtfeuerwehr Ried aus. "Übungen wie diese sind für unser Team wichtig. Wir arbeiten bei Bränden in der Justizanstalt eng mit der Brandschutzgruppe zusammen. Da ist es ein klarer Vorteil, wenn man Gesichter kennt", erläutert Kommandant Mario Stangl.
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