12.10.2017, 15:56 Uhr

Kein Plastik in den Biomüll

(Foto: BAV Ried)

Der Anteil von Plastik steigt in der Biotonne: Ein großes Problem für die Kompostieranlagen in Ried.

HOHENZELL. Seit rund 20 Jahren wird Biomüll in der Tonne gesammelt. Das heißt, biogene Abfälle werden nicht mehr deponiert sondern wiederverwertet. Das funktioniert ganz ähnlich wie bei Altpapier oder Alteisen. Wie bei jedem Recycling spielt auch beim Biomüll eine möglichst Störstofffreie Sammlung eine große Rolle. Den damit steht und fällt auch die Qualität des Recycling-Prozesses.
Recycelt werden diese Abfälle übrigens auf acht Vertrags-Kompostieranlagen im Bezirk Ried: In Eberschwang, Aurolzmünster, Taiskirchen, Ort, Lohnsburg und zwei in St. Georgen bei Obernberg. Auch in Altheim wird verwertet. In Eberschwang und Ort werden nur Strauch- und Grünschnitt entgegengenommen.

Kompost als Dünger

Ziel des Recycling ist es, Humuserde – auch bekannt als Kompost – herzustellen. Dieser leistet eine enorme Düngeleistung und enthält wertvolle Inhaltsstoffe für den Boden, wie Phosphor. Kompostierung verbessert nicht nur die Böden sondern erhöht den Humusgehalt und damit die Bodengesundheit und Bodenfruchtbarkeit.

Problem: Plastikmüll

In den letzten Jahren steigt der Plastikanteil im Biomüll stetig. Plastik muss in mühevoller Handarbeit im Bearbeitungsprozess wieder herausgeklaubt werden, da die maschinelle Absaugung und Absiebung alleine nicht mehr ausreicht. Eine Unachtsamkeit der Menschen? Dass Plastik nicht kompostierbar ist, dürfte wohl dem Großteil der Biotonnen-Benützer klar sein.
Einige Gemeinden im Bezirk werden sich in Zukunft mit Anhängern an den entleerten Biotonnen bei jenen Biotonnen-Benutzern bedanken, die sauber sammeln, und jene informieren, bitten und deutlich drauf hinweisen, dass die Sammelqualität noch nicht ganz so gut passt. Mehr auf www.kompost-biogas.info
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