09.03.2017, 14:26 Uhr

Kleines Glücksspiel: Rieder Fall in ATV-Staffel "Mein Recht"

Christian Horwath im Gespräch mit Hermann Hainzlmaier (Foto: ATV)

In der ATV Staffel "Mein Recht" ist am Montag ein Rieder zu Gast, der an Spielsucht leidet und nun rechtlich gegen ein Wettcafe vorgeht.

RIED. Die Fernsehstaffel "Mein Recht" auf ATV dreht sich am Montag, 13. März (21.20 Uhr) um den Rieder Hermann Hainzlmaier. Der ehemalige Unternehmer ist seit mehr als zehn Jahren spielsüchtig und hat bereits über eine Million Euro verloren. Obwohl er sich für Casinos und Wettlokale sperren lässt, verspielt er in einem illegalen Spielbetrieb wieder Geld. Rechtlich ist dieser Fall nicht gedeckt. Rechtsanwalt Christian Horwath geht in der Sendung gegen das illegale Wettcafe vor. Auch das Land Oberösterreich will er auf Schadensersatz klagen. Zusätzlich kontaktiert der Anwalt den Abgeordneten Dr. Peter Pilz.

Lokalverbot für Spielsüchtigen

Im Lauf der vergangenen Jahre macht der Spielsüchtige mehrere Therapien und auch einen Entzug. Nach Zeiten der Abstinenz wird er jedoch immer wieder rückfällig. Aus diesem Grund lässt sich Hainzlmaier in allen legalen Casinos und Spielstätten sperren. Im Jahr 2015 verspielt er dann in einem illegalen Spielbetrieb in Ried binnen weniger Tage über 12.000 Euro. Aus rechtlichen Gründen hätte der Spielsüchtige das Wettlokal aber erst gar nicht betreten dürfen: „Die Rechtslage ist in Österreich sehr klar. Ist jemand spielsüchtig, ist jeder Automateneinsatz ungültig und der Betroffene bekommt das Geld zurück. Der Spieler muss jedoch nachweisen, wann, wo und wie viel Geld er verspielt hat“, erklärt Horwath.

Schluss mit 'kleinem Glücksspiel'

Horwaths Weg führt ihn zum Nationalratsabgeordneten Peter Pilz, der bereits mehrfach gegen das Automatenglückspiel mobilgemacht hat. „Wir als Gesetzgeber sind gefordert, dass wir mit dem noch legalen, hochgiftigen „kleinen Glückspiel“ aufräumen. Ich will, dass es diese Automaten überhaupt nicht mehr gibt, weil ich nicht will, dass Menschen in die Sucht getrieben werden und ganze Familien abstürzen.“
Das Verfahren wird laut Horwath sicherlich einige Jahre dauern, doch könnte mit diesem Fall von Herrn Hainzlmaier ein Präzedenzfall geschaffen werden!
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