06.12.2017, 07:59 Uhr

Leihomadienst in Ried: 14 Omas zum Ausleihen

Der Omadienst ist auf der Suche nach neuen "Leihomas" und Familien im Bezirk Ried.

BEZIRK. (ebe) Es ist kein Ersatz für eine Tagesmutter oder einen Schülerhort. Es ist das simple Angebot von engagierten "Omas", Eltern zu entlasten und ihre Kinder zu betreuen. Die Rede ist vom Omadienst des Katholischen Familienverbandes. Die sogenannten "Leihomas" sind da, wenn sie gebraucht werden und sorgen für flexible Betreuung. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Eltern melden ihren Bedarf bei Marianne Schafrath, die den Omadienst im Bezirk Ried leitet. Sie vermittelt eine Leihoma weiter, die nicht zu weit weg von der Familie wohnt. Nach dem ersten Kennenlernen wird zwischen Familie und Leihoma abgestimmt, wie die Betreuung genau aussehen soll. Egal ob einen Nachmittag pro Woche, einen Abenddienst, um wieder einmal in Ruhe ausgehen zu können, oder am Wochenende. Möglich ist alles, was zwischen Familie und Leihoma abgesprochen wird. Auch die Bezahlung wird persönlich vereinbart, Richtwerte gibt es schon. Derzeit gibt es im Bezirk Ried 14 Leihomas, die alle voll ausgelastet sind. "Leihopas waren bist jetzt nie ein Thema. Wenn Interesse besteht, sind natürlich auch Männer gerne willkommen", so Schafrath.

Die Oma kommt in die Familie

Grundsätzlich ist es üblich, dass die "geliehene Oma" in die Familien kommt und dort den Kinderdienst übernimmt. Der Vorteil dabei: Die Kinder werden nicht aus dem gewohnten Umfeld gerissen und fühlen sich sicher. "Wir sind allerdings keine Haushaltshilfen. Leihomas sind für die Kinder da, um mit ihnen zu spielen, zu basteln oder auf den Spielplatz zu gehen. Einfach Zeit mit ihnen zu verbringen. Das genießen die Kinder sehr", weiß Schafrath, die auf der Suche nach neuen Leihomas ist. "Eingeladen sind alle, die gerne Zeit mit Kindern verbringen, egal in welchem Alter. Als Grundlage besuchen sie ein Basisseminar in Linz." Manche Leihomas genießen das Spielen mit den Kindern, weil sie selber keine Enkel haben, oder diese weit entfernt wohnen. Umgekehrt haben auch viele Kinder keine Omas und profitieren vom Kontakt zur älteren Generation. So manche Leihoma hat Kinder schon über viele Jahre hinweg begleitet, in dem sie regelmäßig zu Besuch war. 
Marianne Schafrath begleitet selbst drei Familien als Leihoma und hat Freude an dieser Tätigkeit. "Wenn ich an der Glocke läute, und die Kinder laufen mir voller Vorfreude entgegen, dann gibt es eigentlich nichts Schöneres", beschreibt sie, "Kinder halten mich einfach jung."

Regelmäßiger Austausch
Jeden ersten Montag im Monat treffen sich die Leihomas aus dem Bezirk Ried in der Pension Kappl in Tumeltsham, Uhrzeit: 9 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen vorbeizkommen.


Mehr Informationen:
Der Omadienst Innviertel ist ein Angebot des Katholischen Familienverbandes.

Der Omadienst bietet für Leihomas:
• ein Basisseminar
• eine Unfall- und Haftpflichtversicherung
• Vermittlung der Leihomas
• regelmäßige Austauschtreffen der Leihomas
• bei Bedarf Information und Unterstützung

... und für Familien:
• Vermittlung einer liebevollen und verantwortungsbewussten Leihoma
• eine leistbare, flexible Möglichkeit der Kinderbetreuung

Interessierte Familien sowie Leihomas können sich jederzeit bei Marianne Schafrath unter 0650/687 2819 oder unter omadienst-ried@familie.at melden. Mehr Infos gibt es auch unter www.omadienst.info
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